Letztes Update am Mo, 22.08.2016 12:31

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Internationale Sommerakademie Mozarteum zieht positive Bilanz



Salzburg (APA) - 1.017 Teilnehmer aus 60 Nationen konnte die Internationale Sommerakademie der Universität Mozarteum dieses Jahr verzeichnen. Daneben wurden doppelt so viele verkaufte Karten für die sechs Meisterkonzerte und ein großer Zuwachs an Besuchern der Akademiekonzerte gezählt. Die Sommerakademie zog heute, Montag, eine positive Bilanz.

Erstmals überholten die Asiaten mit einem 45-prozentigen Anteil die europäischen Kursteilnehmer, von denen Deutschland am stärksten vertreten ist. Wie auch schon im letzten Jahr führen die Meisterklassen Klavier (402 Teilnehmer), Violine (298 Teilnehmer) und Gesang und Lied (212 Teilnehmer) die Liste der beliebtesten Kurse an. Die besten Teilnehmer aus den Klassen können sich in verschiedenen Auswahlkonzerten für das große Preisträgerkonzert am 27. August qualifizieren. Fünf dieser Teilnehmer stehen bereits fest, man suche aber noch zwei bis drei weitere Teilnehmer, so Wolfgang Holzmair, Leiter der Internationalen Sommerakademie, im heutigen Pressegespräch.

Alles in allem sei er wieder sehr zufrieden und freue sich sehr über das gute Feedback, das ihm von Teilnehmern und Lehrenden zugetragen wurde. Zu bemängeln gäbe es aus seiner Sicht weniges. Eine verstärkte Mozart-Kompetenz in den Klassen wäre für ihn aber wünschenswert. „In den Akademie- und Werkstattkonzerten hört man verhältnismäßig wenig Mozart. Und für mich als Sänger ist es traurig, dass er gerade im Gesang leider am wenigsten präsent ist“, so Holzmair.

Anlässlich des 100-Jahr-Jubiläums der Sommerakademie wird die Barockoper „ Le Nozze in Sogno“ von Pietro Antonio Cesti in Kooperation mit „Innsbruck Barock“ und den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik aufgeführt. In Innsbruck ist die Oper bereits dreimal ausverkauft, in Salzburg wird sie am 25. und 26. August im Großen Studio in der Universität gezeigt. Besonders daran sei, dass das Orchester vom Institut für Alte Musik in Salzburg gestellt wird. „Unsere jungen Musiker dort haben geschwärmt, welch großartige Erfahrung es für sie war, ein unbekanntes Werk zu erarbeiten“, so Sarah Wedl-Wilson, Vizerektorin für Außenbeziehungen.

Wolfgang Holzmair wird auch nächstes Jahr wieder der Sommerakademie vorstehen. Für ihn wäre besonders die Umsetzung eines Orchesterprojekts mit Teilnehmern der Sommerakademie erstrebenswert. Seitens der Teilnehmer habe er diesbezüglich auch schon positive Rückmeldungen erhalten.

(S E R V I C E : www.summeracademymozarteum.at)




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