Letztes Update am Mo, 22.08.2016 13:43

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Frankfurter Rentenmarkt tendiert höher



Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Bundesanleihen sind am Montag in einem ruhigen Umfeld zusammen mit vielen anderen Staatstiteln im Euroraum gestiegen. Mangels Wirtschaftsdaten gab es von konjunktureller Seite keine starken Impulse. Der richtungweisende Euro-Bund-Future stieg bis zum Mittag um 0,16 Prozent auf 167,24 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe fiel um drei Basispunkte auf minus 0,07 Prozent.

Am Markt wurden die steigenden Anleihekurse zum einen mit einer Gegenbewegung auf den schwachen Wochenausklang erklärt. Zudem wurde auf die erneut fallenden Rohölpreise verwiesen. Weil die Inflation stark durch die Ölpreise beeinflusst wird, können rückläufige Rohölnotierungen fallende Inflationsaufschläge und damit sinkende Anleiherenditen beziehungsweise steigende Kurse bewirken.

Ein Hauptthema an den Finanzmärkten ist nach wie vor die amerikanische Geldpolitik. Am Freitag wird sich Fed-Chefin Janet Yellen anlässlich der renommierten Notenbankkonferenz in Jackson Hole äußern. Beobachter hoffen auf klare geldpolitische Signale. Am Wochenende hatte Fed-Fize Stanley Fischer Spekulationen auf eine baldige Zinsanhebung in den USA angeheizt. Fischer sagte, die Fed habe ihre Ziele fast erreicht. Zugleich gab er sich recht zuversichtlich für die wirtschaftliche Lage in den USA.

An den Märkten wurden die Aussagen als Hinweis auf eine Fortsetzung der Ende 2015 begonnenen Zinswende noch in diesem Jahr gedeutet. Zu einem möglichen Zeitpunkt äußerte sich Fischer jedoch nicht.




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