Letztes Update am Di, 23.08.2016 02:22

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


VW-Zulieferstreit - Kurzarbeit könnte zehn Mio. Euro pro Woche kosten



Wolfsburg (APA/AFP) - Die Zahlung von Kurzarbeitergeld für Beschäftigte von Volkswagen im aktuellen Streit mit Zulieferern könnte die Beitragszahler einem Bericht zufolge rund zehn Millionen Euro pro Woche kosten. Dies berichtete die „Bild“-Zeitung (Dienstagsausgabe) unter Berufung auf interne Schätzungen.

Die Summe sei abhängig davon, wie viele der 28.000 bedrohten Mitarbeiter in den sechs VW-Werken letztlich in Kurzarbeit gehen. Die Produktion an den Standorten stoppte bereits am Montag. Bevor Kurzarbeitergeld ausgezahlt wird, müssen die Mitarbeiter zunächst Überstunden abbauen.

In der Politik war bereits Kritik an den Plänen von VW laut geworden. Der Konzern dürfe die Kosten für seinen Streit mit den Zulieferern nicht den Beitragszahlern der Sozialkassen aufbürden, hieß es in der Union.

Mit Kurzarbeit können Unternehmen auf einen Auftragseinbruch reagieren, ohne gleich Mitarbeiter zu entlassen. Dafür wird vorübergehend die betriebliche Arbeitszeit gekürzt. Für den Verdienstausfall der Beschäftigten springt auf Antrag die Bundesagentur für Arbeit mit dem so genannten Kurzarbeitergeld ein, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind.

~ ISIN DE0007664039 WEB http://www.volkswagenag.com ~ APA008 2016-08-23/02:20




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