Letztes Update am Di, 23.08.2016 08:52

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


VW-Zulieferstreit - Verhandlungsmarathon dauert an



Hambrücken (APA/Reuters/dpa) - Bei den Verhandlungen zwischen Volkswagen und zwei Lieferanten gibt es auch nach 19 Stunden noch keine Übereinkunft. „Es gibt noch ein paar Detailpunkte, an denen es hakt“, sagte der Sprecher der Prevent-Gruppe Dienstagfrüh. Er bezeichnete die Chancen für eine Einigung mit 50:50.

Beide Seiten verhandeln seit Montagnachmittag fast ununterbrochen über eine gütliche Lösung in dem Streit über ausgesetzte Teile-Lieferungen. Ein VW-Sprecher sagte, die Verhandlungen dauern an. Eine Person aus Verhandlungskreisen sprach von einer positiven Entwicklung der Gespräche.

Zwischen Volkswagen und zwei wichtigen Teilezulieferern tobt ein Streit um die Kündigung von Aufträgen. Wegen eines Lieferstopps stehen bei dem Autobauer viele Bänder still: Der Konzern wartet auf Getriebeteile und Sitzbezüge von den Zulieferern ES Automobilguss und Car Trim, die zur Unternehmensgruppe Prevent gehören.

Volkswagen beantragte für tausende Beschäftigte Kurzarbeitergeld. Während Politiker von CDU und Grünen die Maßnahme kritisiert hatten, äußerte die SPD laut „Süddeutscher Zeitung“ (Dienstag) Verständnis für die Entscheidung. Die Situation gehe vor allem zu Lasten der Beschäftigten, sagte die SPD-Arbeitsmarktpolitikerin Katja Mast dem Blatt. Dies lasse sich durch das Kurzarbeitergeld zum Teil auffangen.

Laut VW können wegen des Streits insgesamt 27.700 Mitarbeiter in mehreren Werken nicht so arbeiten wie geplant. Der Autobauer sprach von „Flexibilisierungsmaßnahmen bis hin zu Kurzarbeit“.

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