Letztes Update am Di, 23.08.2016 10:31

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Emmi bekommt niedrige Milchpreise zu spüren



Luzern (APA/sda) - Der Schweizer Milchverarbeiter Emmi ist im ersten Halbjahr dank Zukäufe und Währungseffekte um 2 Prozent gewachsen. Aus eigener Kraft erwirtschaftete Emmi indes um 0,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Grund waren die generell niedrigen Milchpreise. Der Umsatz betrug 1,6 Mrd. Franken (1,47 Mrd. Euro). Der Betriebsgewinn (EBIT) stieg von 85 Millionen im Vorjahr auf 93 Mio. Franken.

Dabei verbesserte sich die Rentabilität leicht. Die operative EBIT-Marge betrug 5,8 Prozent des Nettoumsatzes. Im ersten Halbjahr 2015 waren es noch 5,4 Prozent gewesen.

Unter dem Strich resultierten 61 Mio. Franken Gewinn, gegenüber 46 Mio. Franken im Vorjahr. Die Gewinnsteigerung ist im Wesentlichen auf den verdauten Frankenschock zurückzuführen. Im Vorjahr hatte die sprunghafte Erstarkung der Währung das Ergebnis noch stark beeinträchtigt.

Gewachsen ist Emmi im ersten Halbjahr nur im Ausland. In der Schweiz war das organische Wachstum um 2,4 Prozent rückläufig. In der Division Americas resultierte dagegen ein Plus von 1,8 Prozent, in Europa waren es plus 1,2 Prozent. Auch auf der Gewinnseite waren es primär die Geschäfte im Ausland, die zur Steigerung beitrugen. In den Divisionen Americas und Europa hätten sich Effizienzsteigerungen positiv ausgewirkt. Zudem hätten sich die in den letzten Jahren hinzugekauften Tochtergesellschaften positiv entwickelt, heißt es in einer Mitteilung am Dienstag.

Auf dem Heimmarkt Schweiz war das Geschäft laut Emmi geprägt von Konkurrenzkampf, Importdruck und Einkaufstourismus. Das Unternehmen rechnet damit, dass diese Situation bis Ende Jahr anhalten wird. Dennoch rechnet der Konzern damit, in der Schweiz und in Europa seine Jahresziele zu erreichen.

In der Division Americas muss Emmi dagegen zurückstecken. Es zeichne sich ab, dass das angestrebte organische Wachstum von 5 bis 7 Prozent in diesem Jahr wohl zu ambitiös sei, hält der Konzern fest. Gründe dafür seien die niedrigen Milchpreise in den USA sowie die wirtschaftlich schwierigen Rahmenbedingungen in Chile und Spanien.

Auf Konzernstufe hält Emmi am Umsatzziel in der Höhe des Vorjahres fest. Die Ertragserwartungen werden leicht nach oben angepasst. Neu wird mit einem Betriebsgewinn (EBIT) von 185 bis 195 Mio. Franken gerechnet (EBIT bisher 180 bis 190 Mio. Franken).




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