Letztes Update am Di, 23.08.2016 11:25

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bosnische Regierung nahm EU-Koordinierungsmechanismus nun an



Sarajevo (APA) - Die bosnische Regierung hat heute, Dienstag, nach monatelangen Debatten ihren Koordinierungsmechanismus im EU-Beitrittsprozess angenommen. Eigentlich hatten sich führende Parteien darüber bereits Anfang des Jahres geeinigt, daraufhin tauchten aber immer wieder neue Einwände auf, vorwiegend seitens der bosnisch-serbischen Republik. Kürzlich hatten sich die zerstrittenen Politiker aber geeinigt.

Der EU-Koordinierungsmechanismus ist die wichtigste Voraussetzung für die Annahme des bosnischen Beitrittsantrages seitens Brüssels. Dieser war an die Europäische Union im Februar gerichtet worden.

In der Vorbereitung auf die Beitrittsgespräche wird Sarajevo auf mehr als 5.000 Fragen Brüssels im Zusammenhang mit dem Beitrittsantrag antworten müssen. Ohne einen Koordinierungsmechanismus unter den Institutionen auf verschiedenen Ebenen war dies nicht möglich.

Die EU hatte 2008 das Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen mit Bosnien-Herzegowina abgeschlossen, allerdings ist dieses erst seit Juni 2015 in Kraft, nachdem sich führende bosnische Politiker zuvor zu Reformschritten zwecks EU-Annäherung des Landes verpflichtet hatten.




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