Letztes Update am Di, 23.08.2016 13:01

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Festnahmen nach Mord an französischen Umweltschützern in Madagaskar



Antananarivo (APA/AFP) - Nach der Ermordung zweier französische Umweltschützer in Madagaskar haben die Behörden des afrikanischen Inselstaates vier Menschen festgenommen. Nach Angaben der Polizei vom Montagabend erfolgten die Festnahmen in der Diskothek, in der die beiden Franzosen kurz vor ihrem Tod waren.

Ob die Verdächtigen direkt oder indirekt mit der Straftat zu tun hatten, wollte die Polizei nicht sagen. Die beiden etwa 20-jährigen Umweltschützer - ein Mann und eine Frau - waren am Sonntag tot auf der Insel Sainte-Marie am Strand gefunden worden. Sie waren zuvor in einer Diskothek in der Nähe des Fundorts gewesen. Beide Leichen wiesen Kopfverletzungen auf.

Der Mann und die Frau hatten als Freiwillige für eine lokale Organisation gearbeitet, die sich für den Schutz von Meeressäugern einsetzt und Walbeobachtungstouren für Touristen organisiert. Die vor der Nordostküste Madagaskars gelegene Insel Sainte-Marie ist bekannt für die Buckelwale.

Nach Angaben der Behörden der kleinen Insel war es das erste Mal, dass dort Franzosen gewaltsam zu Tode kamen. 2012 war ein französisches Paar im Südosten Madagaskars ermordet worden. Zwei Einheimische wurden dafür zu lebenslanger Zwangsarbeit verurteilt. 2013 waren zwei Franzosen auf einer Insel im Nordwesten des Landes von einem Mob bei lebendigem Leib verbrannt worden, weil sie des Mordes an einem kleinen Buben verdächtigt worden waren.




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