Letztes Update am Di, 23.08.2016 13:10

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Paralympics: CAS bestätigte 2 - Mutko: Entscheidung „ungesetzlich“



Rio de Janeiro/Lausanne/Moskau (APA/dpa/Reuters) - Russlands Sportminister Witali Mutko bezeichnete den Ausschluss der russischen Sportler von den Paralympics als „ungesetzlich und politisch motiviert“. Das meldete die russische Nachrichtenagentur TASS am Dienstag.

Zur Anhörung vor dem CAS am Montag waren unter anderen Russlands NPC-Präsident Wladimir Ljukin und dessen Vize Pawel Roschkow nach Rio gereist. Zudem gehörten Sportjuristen zur Abordnung. Nach massiven Doping-Vorwürfen im Report des unabhängigen Ermittlers Richard McLaren für die WADA hatte das IPC die Suspendierung damit begründet, dass Russland nicht die für eine Mitgliedschaft notwendigen Anstrengungen im Anti-Doping-Kampf unternimmt.

Im Gegensatz zum IOC hatte das IPC die russischen Sportler komplett von den Paralympics ausgeschlossen. IPC-Chef Philip Craven nannte den McLaren-Report „einen der dunkelsten Momente des Sports“. Russland sei „nicht in der Lage, dem Anti-Doping-Code des IPC und dem Anti-Doping-Programm der WADA zu entsprechen“.

Der Jurist McLaren hatte Beweise für Staats-Doping in Russland zusammengetragen. Am 22. Juli leitete das IPC das Suspendierungsverfahren gegen das russische NPC ein. Das russische NPC war am 3. August zu einer Anhörung in der IPC-Zentrale in Bonn, konnte aber den folgenden Bann nicht abwenden.

Das IPC hatte von McLaren die Namen von 35 Sportlern erhalten, die in Verbindung mit verschwundenen positiven Dopingproben aus dem Moskauer Kontrolllabor stehen sollen. Zudem schickte der Dachverband 19 Dopingproben von den Winter-Paralympics 2014 in Sotschi zur Nachkontrolle. Sie stehen im Verdacht, ausgetauscht worden zu sein.




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