Letztes Update am Di, 23.08.2016 13:13

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Anwalt: Lohfink nach Prozess emotional angeschlagen - aber Berufung



Berlin (APA/dpa) - Nach dem Schuldspruch wegen falscher Verdächtigung gegen Gina-Lisa Lohfink ist das deutsche Model nach Angaben ihres Anwalts emotional angeschlagen. „Das war schon eine enorme psychische Belastung“, sagte Verteidiger Burkhard Benecken am Dienstag. Berufung gegen das Urteil des Amtsgerichts Berlin-Tiergarten werde - wie angekündigt - auf jeden Fall eingelegt, voraussichtlich am Mittwoch.

Lohfink war am Montag zu einer Geldstrafe von 20.000 Euro verurteilt worden, weil sie zwei Männer laut Urteil zu Unrecht der Vergewaltigung beschuldigt und wissentlich gelogen hatte. Wird Berufung innerhalb einer Woche nach dem Urteil eingelegt, gibt es einen neuen Prozess in der nächsten Instanz - dann beim Berliner Landgericht. Ohne Berufung in der Wochenfrist wird das Urteil des Amtsgerichts rechtskräftig. Laut Gericht kann eine Berufung auch zurückgezogen werden. „Wir beraten jetzt, ob wir das durchziehen und ob Frau Lohfink die Kraft dazu hat. Wir tendieren zu Ja“, sagte Anwalt Benecken.

Dass Lohfink ins Gefängnis kommen könnte, ist laut Gericht „sehr unwahrscheinlich“. Eine Ersatzfreiheitsstrafe käme nur infrage, wenn bei rechtskräftigem Urteil die Geldstrafe nicht gezahlt würde. Doch auch da würde vorher versucht, die Summe per Vollstreckung zu bekommen.




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