Letztes Update am Di, 23.08.2016 15:37

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Papst: Zwangsarbeit und Prostitution moderne Form der Sklaverei



Vatikanstadt (APA) - Am Internationalen Tag zur Abschaffung der Sklaverei hat Papst Franziskus laut Kathpress Menschenhandel erneut verurteilt. „Menschen- und Organhandel, Zwangsarbeit und Prostitution sind moderne Formen der Sklaverei und Verbrechen gegen die Menschlichkeit“, schrieb der Vatikan am Dienstag auf der offiziellen deutschsprachigen Twitterseite @Pontifex_de.

Bereits Mitte August hatte der Papst beim Angelus-Gebet auf dem Petersplatz ein Ende der Versklavung von Frauen und Kindern gefordert. Kurz davor hatte er ehemalige Zwangsprostituierte besucht und dabei ebenso Menschenhandel und Zwangsprostitution kritisiert. Die früher zur Prostitution gezwungenen Frauen bat er bei der Begegnung im Namen von Katholiken um Verzeihung.

Im Juni hatte Franziskus bei einer internationalen Tagung von Rechtswissenschaftern und Richtern im Vatikan gefordert, Menschenhandel, Zwangsarbeit, Prostitution und Organhandel als „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ zu verfolgen. Das gelte auch für organisierte Kriminalität, die solche Formen von moderner Sklaverei verbreite.




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