Letztes Update am Di, 23.08.2016 17:46

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Ein schwieriges Vierteljahrhundert: Ukraine 25 Jahre unabhängig



Kiew (APA/dpa) - Die Ukraine, zweitgrößter Flächenstaat Europas, hat in 25 Jahren Unabhängigkeit viele Krisen und Konflikte erlebt. Die schwierige Geschichte im Überblick:

24. August 1991: Der Obersten Sowjet der Ukrainischen Sozialistischen Sowjetrepublik in Kiew ruft die Unabhängigkeit aus.

1. Dezember 1991: Mehr als 90 der Prozent der Ukrainer stimmen in einem Referendum für die Unabhängigkeit. Leonid Krawtschuk wird Präsident.

1992-1995: Konflikte mit Russland um Schwarzmeerflotte auf der Krim. Die Hafenstadt Sewastopol bleibt russischer Marinestützpunkt.

10. Juli 1994: Leonid Kutschma wird zum Präsidenten gewählt.

5. Dezember 1994: Gegen Sicherheitsgarantien Russlands, der USA und Großbritanniens verzichtet die Ukraine auf ihre Atomwaffen.

28. Juni 1995: Das Parlament verabschiedet die erste Verfassung.

25. August 1996: Die Landeswährung Griwna wird eingeführt.

15. Dezember 2000: Der letzte in Betrieb befindliche Reaktor des 1986 havarierten Atomkraftwerks Tschernobyl wird stillgelegt.

Oktober-Dezember 2004: „Orange Revolution“ gegen Wahlfälschungen. In der Wiederholung der Stichwahl wird Viktor Juschtschenko Präsident.

7. Februar 2010: Viktor Janukowitsch siegt bei Präsidentenwahl.

November 2013 - Februar 2014: Massenproteste in Kiew gegen den Präsidenten. Es gibt mehr als 100 Tote. Janukowitsch flieht.

18. März 2014: Russland annektiert die Schwarzmeerhalbinsel Krim.

April 2014: Prorussische Kräfte im Osten rufen die Volksrepubliken Donezk und Luhansk aus. Die Regierung setzt die Armee ein.

25. Mai 2014: Petro Poroschenko wird im ersten Wahlgang Präsident.

5. September 2014: Die Ukraine muss nach Niederlagen gegen die von Russland unterstützten Separatisten in Minsk (Weißrussland) einen Waffenstillstand unterzeichnen.

12. Februar 2015: Auf weitere Kämpfe folgt in Minsk unter internationaler Vermittlung ein weiterer Friedensplan. Trotzdem dauert der Krieg an. Bilanz bis zum Sommer 2016: 9500 Tote.




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