Letztes Update am Mi, 24.08.2016 03:34

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Mittelamerikas Staaten wollen sich gegen Bandenkriminalität stemmen



San Salvador (APA/AFP) - Die mittelamerikanischen Staaten El Salvador, Guatemala und Honduras wollen ihre Kräfte im Kampf gegen die um sich greifende Kriminalität bündeln. Die Präsidenten der drei Länder, in denen im vergangenen Jahr rund 17.500 Menschen ermordet wurden, vereinbarten am Dienstag bei einem Treffen in San Salvador einen Aktionsplan gegen die organisierte Kriminalität.

Die Länder verzeichnen inzwischen ein Gewaltniveau, wie es sonst nur in Kriegsgebieten vorkommt. Polizisten und Soldaten sollen nun gemeinsam in den Grenzregionen auf Patrouille gehen, die Geheimdienste sollen Erkenntnisse über Verbrecherbanden austauschen, Festnahmen und Auslieferungen sollen vereinfacht und beschleunigt werden. In den als „Nördliches Dreieck“ bekannten Ländern sind Drogenhändler, Waffenschmuggler und rivalisierende Verbrecherbanden aktiv.

Der Plan werde ab September umgesetzt, kündigte El Salvadors Präsident Salvador Sánchez Cerén an. An dem Treffen nahmen auch der honduranische Präsident Juan Orlando Hernández und Präsident Jimmy Morales aus Guatemala teil. „Wir kämpfen für die fundamentalsten aller Menschenrechte - das Recht auf Leben, das Recht auf Freiheit und das Recht, die Früchte seiner Arbeit zu genießen“, sagte Hernández.




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