Letztes Update am Mi, 24.08.2016 05:46

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Erdbeben in Mittelitalien: Zwei Tote in der Region Marke



Rom (APA) - Bei dem Erdbeben in Mittelitalien sind mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben des Staatsfernsehens RAI wurden die Todesopfer in der kleinen Berggemeinde Arquata del Tronto in der mittelitalienischen Region Marke gemeldet.

Mehrere Verletzte gab es in der Kleinstadt Amatrice, die knapp 140 Kilometer nordöstlich von Rom in der Provinz Rieti liegt. Das Gebiet der Gemeinde mit 2.500 Einwohner gehört zum Naturschutzpark des Apennin-Massivs Gran Sasso. Die halbe Gemeinde sei eingestürzt, sagte Bürgermeister Sergio Pirotti.

Das Erdbeben sei mit jenem des Jahres 2009 vergleichbar, das die Abruzzen-Hauptstadt L‘Aquila zerstört und über 300 Todesopfer gefordert hatte, berichtete Italiens Zivilschutzchef Fabrizio Curcio. Damals ereignete sich das Erdbeben in der Stadt L‘Aquila, diesmal lag das Epizentrum in einem Berggebiet nördlich von Rom, das weniger bevölkert sei, berichtete Curcio.

Keine Sachschäden wurden in Assisi gemeldet. Die Basiliken des Heiligen Franziskus, die bei schweren Erdbeben im Herbst und Winter 1997/1998 beschädigt worden waren, seien unversehrt, sagte Pater Enzo Fortunato, Sprecher der Franziskaner-Gemeinde von Assisi. Das Erdbeben habe die ganze Franziskaner-Gemeinde geweckt. Kontrollen ergaben, dass die Basiliken von den Erdstößen nicht beschädigt worden seien.

Die Basilika in Assisi ist wegen der Fresken Giottos und seiner Schüler bekannt. Bei den schweren Erdbeben im Zeitraum 1997/98 war der obere Teil der Doppel-Kirche mit den weltberühmten Fresken des Malers Giotto schwer beschädigt worden.




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