Letztes Update am Mi, 24.08.2016 09:13

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Deutschland soll besser auf Angriffe vorbereitet werden



Berlin (APA/dpa) - Die deutsche Regierung will die Bevölkerung mit einer neuen „Konzeption Zivile Verteidigung“ besser auf Bedrohungen durch Terror, Cyberattacken und Angriffe auf die Infrastruktur vorbereiten. Innenminister Thomas de Maiziere stellt das Konzept am Mittwoch gemeinsam mit dem Präsidenten des deutschen Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, Christoph Unger, öffentlich vor.

Davor wird das Regierungskabinett die vor allem in der Opposition umstrittenen Notfallplanungen verabschieden. Bei einem Rundgang durch ein Berliner Wasserwerk, wo er die Pläne präsentiert, will sich der Minister am Nachmittag über Maßnahmen zum Schutz kritischer Infrastrukturen informieren. Bei solchen Einrichtungen etwa der Wasser- oder Energieversorgung geht es um Anlagen, die für die Versorgung der Bevölkerung existenziell sind.

Sicherheitsexperten befürchten, dass Terroristen oder Staaten etwa über Cyberattacken versuchen könnten, diese für die Versorgung der Gesellschaft wichtigen Anlagen anzugreifen. Auch die NATO bereitet sich auf Einsatzszenarien wie die sogenannte hybride Kriegsführung vor - etwa Angriffe mit verdeckten Mitteln: wirtschaftlicher Druck, Propaganda, Cyberattacken oder verdeckte Militäroperationen, wie sie Russland in der Ostukraine vorgeworfen werden.

Deutschlands aktuell gültiges Konzept zur zivilen Verteidigung war vor mehr als 20 Jahren vor dem Hintergrund der Entspannung nach dem Ende des Kalten Krieges entstanden.




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