Letztes Update am Mi, 24.08.2016 11:25

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Leitbörsen in Fernost schließen uneinheitlich



Tokio (APA) - Die Hoffnung auf weiterhin niedrige Zinsen hat Asiens Börsen am Mittwoch überwiegend gestützt. Vor allem in Tokio ging es mit den Kursen nach oben. In China hingegen überwogen die Verluste.

Der Nikkei-225 Index in Tokio gewann um 0,61 Prozent auf 16.597,30 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong verlor 0,77 Prozent auf 22.820,78 Einheiten. Der Shanghai Composite gab leicht um 0,12 Prozent auf 3.085,88 Punkte nach.

Die Märkte in Indien und Australien zeigten sich mit positiven Vorzeichen. Der Sensex 30 in Mumbai tendierte zuletzt bei 27.997,10 Zählern mit plus 0,02 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney gewann 0,12 Prozent auf 5.653,60 Einheiten.

Nachdem am Dienstag Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten keinen klaren Trend gezeigt hatten, waren Börsianern zufolge Zweifel aufgekommen, ob die US-Notenbank Fed tatsächlich schon in September den Leitzins ein weiteres Mal anhebt. Höhere Zinsen in den USA dürften einen Teil der internationalen Kapitalströme aus den asiatischen Volkswirtschaften in die Vereinigten Staaten umlenken.

Darüber hinaus würde eine schärfere Gangart der US-Notenbank Investitionen verteuern und so das Wirtschaftswachstum gefährden. Insofern rechnen die meisten Experten damit, dass Fed-Chefin Janet Yellen am Freitag beim Währungshüter-Treffen in Jackson Hole weiter dem Trend der lockeren Geldpolitik folgen wird.

In Tokio wurden insbesondere die Aktien stark exportorientierter Unternehmen von dem schwachen Yen angetrieben, der Ausfuhren in andere Länder erleichtert. So stiegen die Aktien des Autobauers Nissan um 2,72 Prozent. Für die Papiere des Branchenkollegen Honda ging es lediglich um 0,75 Prozent nach oben. Hier hatte die Zeitung Nikkei berichtet, dass das Unternehmen im Oktober seine Produktionskapazitäten für die Herstellung von Hybridmotoren erhöhen werde.

Zu den größten Verlierern in Hongkong gehörten Aktien von Immobiliengesellschaften und Banken. Die Papiere könnten zuletzt zu heiß gelaufen sein, sagten Händler. An den Handelsplätzen in Shanghai und Shenzhen fiel das Minus geringer aus.

In Sydney waren insbesondere Aktien aus der IT-Industrie gefragt, während Telekomwerte mit einem Minus von mehr als 3 Prozent abgestraft wurden.




Kommentieren