Letztes Update am Mi, 24.08.2016 12:58

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Getötete Tiroler Pensionistin 2 - Prozess vertagt



Innsbruck (APA) - Der Prozess gegen den 61-jährigen Tiroler und dessen Sohn wegen Mordes ist am Landesgericht Innsbruck auf den 30. September vertagt worden. Mehrere Zeugen waren am Mittwoch zum Verhandlungstermin nicht erschienen. Ursprünglich war der Prozess für zwei Tage anberaumt. Auch der angeklagte 30-jährige Sohn bekannte sich indes vor Richter Josef Geisler nicht schuldig.

„Was die Frau Staatsanwältin mir vorwirft, ist lächerlich“, empörte sich der 30-Jährige in seiner Einvernahme. Sollte er jemals in der Wohnung gewesen sein, dann wäre das jedenfalls im Zuge von Handwerkstätigkeiten gewesen. Er habe nämlich öfters seinen Vater begleitet und geholfen, fügte er hinzu.

Gerichtsmediziner Walter Rabl wies in seinem Gutachten Erstickung als Todesursache aus. Zusätzlich sei die Frau jedoch noch vor dem Eintritt des Todes mit einem „kräftigen Griff“ gewürgt worden. Dies würden ein Bruch des Zungenbeins und entsprechende Einblutungen beweisen. „Das Würgen alleine hätte aber nicht zum Tod der Frau geführt“, erklärte Rabl auf eine entsprechende Frage einer der Geschworenen. Eine Reihe an zusätzlichen Verletzungen würde zudem zeigen, dass sich das Opfer noch zur Wehr gesetzt habe, betonte der Gerichtsmediziner.




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