Letztes Update am Mi, 24.08.2016 13:58

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Erdbeben - Wie man sie misst und wie sie sich auswirken



Arquata del Tronto (APA/dpa) - Die Stärke von Erdbeben wird mit Seismographen gemessen. Sie zeichnen die Stärke von Bodenbewegungen auf, die sogenannte Magnitude. Weltweit kommen jährlich etwa 100.000 Beben der Stärke 3 vor. Rund 1.600 haben die Stärken 5 oder 6. Ein Großbeben hat mindestens den Wert 8 und tritt etwa einmal im Jahr auf.

Das heftigste bisher auf der Erde gemessene Beben hatte eine Magnitude von 9,5 und ereignete sich 1960 in Chile. Erdbeben können je nach Dauer, Bodenbeschaffenheit und Bauweise in der Region unterschiedliche Auswirkungen haben.

Meist gilt:

- Stärke 1-2: Nur durch Instrumente nachzuweisen

- Stärke 3: Nur in der Nähe des Epizentrums zu spüren

- Stärke 4-5: 30 Kilometer um das Zentrum spürbar, leichte Schäden

- Stärke 6: Tote und schwere Schäden in dicht besiedelten Regionen

- Stärke 7: In weiten Gebieten stürzen Häuser ein, viele Menschen sterben

- Stärke 8: Verwüstungen im Umkreis Hunderter Kilometer, sehr viele Opfer

Mit jedem Stärke-Punkt Unterschied steigt die Erschütterungsenergie um mehr als das 30-Fache. Ein Beben der Stärke 6 setzt rund 1.000 Mal so viel Energie frei wie ein Beben der Stärke 4. Die Energie eines solchen Bebens der Stärke 6 entspricht in etwa der Stärke der Atombombenexplosion in Hiroshima.

Früher wurde die Erdbebenstärke nach der sogenannten Richterskala bestimmt. Der US-Geophysiker Charles Francis Richter hatte die Skala 1935 speziell für Kalifornien ausgearbeitet. Die klassische Richterskala gilt jedoch bei großen Beben als nicht besonders genau. Erdbebenforscher verwenden deshalb heute modernere Magnituden-Skalen.




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