Letztes Update am Mi, 24.08.2016 15:07

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Steirischer Röstkaffee will bundesweit die Gastronomie erobern



Bruck an der Mur/Traun (APA) - Die steirische Transgourmet Österreich, eine 100-Prozent-Tochter des Schweizer Handelskonzerns Coop, will in Nord- und Westösterreich stärker mitmischen. Die Steirer betreiben seit der Übernahme von C+C-Pfeiffer im steirischen Bruck/Mur für Gastronomiekunden eine eigene Kaffeerösterei. An die 350 Tonnen Rohkaffee werden in der Javarei jährlich für Gastronomen vor allem in Ostösterreich geröstet.

Täglich werden an die 1.000 Kilogramm Rohkaffee in der Javarei im traditionellen Trommelröstverfahren weiterverarbeitet, der dann in etwa 350 Gastronomie- und Hotelleriebetrieben Österreichs in die Tassen kommt, schilderte Kaffeesommelier Karl Wester am Mittwoch bei der Betriebsführung der APA. Der Kaffee ist nur im Sortiment des Gastronomie-Großhändlers Transgourmet erhältlich - als „Premiummarke“. Mit der Röstung hat die Javarei im Vorjahr einen Umsatz von rund einer Million Euro gemacht, wie Verkaufsleiter Jürgen Steindl darlegte.

Den Gastronomen werde mit dem Kaffee zugleich ein „Rundum-Paket“ angeboten, betonte Steindl: „Von Maschinenlösungen über Geschirr bis hin zu den Merchandising-Artikeln erhält jeder Kunde sein maßgeschneidertes Package, wir bieten Schulungen hier in Bruck an, damit die Gastronomen auch mit Fachwissen punkten können“.

Die Rösterei in Bruck ist bereits in den frühen 1960er-Jahren entstanden, 2011 hat C+C Pfeiffer den steirischen Gastronomie-Großhändler Nussbaumer und damit auch seine Kaffeerösterei übernommen und etwa auf das doppelte vergrößert, erzählte Steindl. Seit der Übernahme des oberösterreichischen Lebensmittelgroßhändlers durch die Schweizer Transgourmet-Gruppe im November 2015 wird die Rösterei unter dem gleichen Namen fortgeführt.

Aktuell werden vor allem Kunden in der Steiermark und Kärnten, dem Norden und Osten Österreichs beliefert. Zu den Abnehmern zählen u.a. „Die Burg“ in Spielberg, die südsteirische „Weinbank“ oder „Köllingers im Anna W“ in Pörtschach am Wörthersee. Der Vertrieb soll in diesem Jahr auch in Salzburg aufgebaut und im kommenden Jahr in Richtung Westösterreich ausgeweitet werden, wie Steindl in die nähere Zukunft blickte. „Das Geschäft läuft gut, wir wachsen jährlich im zweistelligen Prozentbereich“, so der Verkaufsleiter. Und das Geschäft darf ruhig noch wachsen: Insgesamt sei die Rösterei in Bruck/Mur auf die Behandlung von bis zu 500 Tonnen Rohkaffee ausgelegt.

Erst beim Röstprozess - dem trockenen und fettfreien Erhitzen der Kaffeebohnen - erhält der Kaffee sein unverwechselbares Aroma und Geschmack, betonte Karl Wester. In der Javarei werden drei Mischungen aus ausschließlich Arabica-Bohnen hergestellt: „Der ‚Classica‘ für den klassischen Kaffeegenuss wie den kleinen Braunen, den ‚Tepramanta‘ mit seinem dunklen Aroma für den Espresso und die Bio-Mischung ‚Natura‘, die das Fairtrade-Siegel trägt“, schilderte der Röstmeister. Den Großteil der Bohnen bezieht man aus Anbaugebieten in Mittel- und Zentralamerika, Äthiopien, Kenia und Tansania, Indien und Sumatra. 250 Tonnen werden für die Premium-Verkaufsschiene geröstet, weitere 100 Tonnen werden im Fremdauftrag, „in Lohnrösterei“, verarbeitet.

Die Javarei ist seit 2013 Teil des Gastronomie-Großhandels Transgourmet Österreich GmbH. Mit rund 1.500 Mitarbeitern erwirtschaftete die Transgourmet Österreich - vormals C+C Pfeiffer GmbH - einen Jahresumsatz von 497 Mio. Euro. Zum Gastronomie-Großhändler zählen weiters acht Transgourmet-Standorte und vier „mein C+C“-Märkte, die Abhol- und Lieferservice für rund 25.000 Artikel anbieten. Weiters gehören auch der Wein- und Getränkefachgroßhandel Trinkwerk und die Premiummarke Cook2.0, die exquisite Lebensmittel anbietet, zur Gruppe.

~ WEB http://www.transgourmet.at/ ~ APA369 2016-08-24/15:02




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