Letztes Update am Mi, 24.08.2016 15:22

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Südchinesisches Meer: Duterte warnt China vor „blutigem“ Ausgang



Manila/Peking (APA/dpa) - Der neue philippinische Präsident Rodrigo Duterte hat China am Mittwoch vor einem „blutigen“ Ausgang gewarnt, sollte China in philippinische Seegebiete eindringen. „Wir wollen keinen Streit“, sagte Duterte. „Aber ich bin sicher und ich garantiere ihnen, dass es blutig werden wird, wenn sie bei uns eindringen.“

Duterte ist wegen seiner markigen Sprüche bekannt und steht unter dem Vorwurf, Todesschwadronen zu dulden. Ein Schiedsgericht in Den Haag hatte am 12. Juli entschieden, dass China keine historischen Ansprüche auf 80 Prozent des Südchinesischen Meeres geltend machen kann. Die Philippinen, die selbst einen Teil des Gebietes beanspruchen, hatten den Antrag eingebracht. Peking erkennt indes die Zuständigkeit des Schiedsgerichts nicht an und erklärte das Urteil für „nichtig“.

Die Philippinen hatten China mehrfach dazu aufgerufen, das internationale Recht bei der Lösung des Disputs um Hoheitsansprüche auf Seegebiete zu respektieren. Neben China und den Philippinen erheben auch Brunei, Malaysia, Taiwan und Vietnam Ansprüche auf Teile des Südchinesischen Meeres.




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