Letztes Update am Mi, 24.08.2016 16:53

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Flüchtlinge - Bulgarien setzt auf Partnerschaft mit Ankara



Sofia (APA/dpa) - Der bulgarische Regierungschef Boiko Borissow sieht in der Europäischen Union „keine Perspektive“ zur Lösung der Flüchtlingskrise. „Es bleibt uns nur noch übrig, Partnerschaft mit der türkischen Seite zu suchen“, sagte Borissow am Mittwoch in Sofia im Vorfeld eines Besuchs in der benachbarten Türkei.

Borissow werde mit seinem türkischen Amtskollegen Binali Yildirim am Freitag in Istanbul über die Flüchtlingskrise sprechen, berichtete der staatliche Rundfunk in Sofia. Der bulgarische Ministerpräsident wird anschließend nach Deutschland reisen, um am Samstag mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) und den Regierungschefs von Kroatien und Slowenien über die Zukunft der EU zu beraten.

„Ich sehe, wie ein Staat nach dem anderen sich panisch einseitig rettet“, sagte Borissow zur Lage der EU. In dieser Situation müsse Bulgarien versuchen, „höchstmöglich pragmatische und gut gemeinte Beziehungen“ zu den Nachbarstaaten zu unterhalten.

Die Zahl der Flüchtling in den bulgarischen Aufnahmezentren sei zwischen dem 11. und 18. August von 2.700 auf 2.949 gestiegen, teilte das Innenministerium am Mittwoch mit. Weitere 1.445 Menschen seien in Einrichtungen des Innenministeriums untergebracht - dorthin kommen illegal eingereiste Migranten sowie diejenigen, die die nationale Sicherheit gefährden könnten.




Kommentieren