Letztes Update am Mi, 24.08.2016 18:10

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europas Leitbörsen schließen mehrheitlich höher



Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen sind am Mittwoch mehrheitlich mit höheren Notierungen aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 stieg um 0,50 Prozent auf 3.008,59 Zähler. Der FT-SE-100 der Börse London verlor gegen den Trend um 0,48 Prozent. Börsianer verwiesen hier zur Begründung auf Verluste bei den schwer gewichteten Rohstoffaktien.

Nach den Vortagesgewinnen fanden die europäischen Indizes zur Wochenmitte keine klare Richtung. Unterstützung für die Märkte lieferte ein etwas schwächerer Euro. Gebremst wurde der Anstieg hingegen von den sinkenden Rohölpreisen und einer schwächer tendierenden Wall Street.

Die am Vormittag veröffentlichten Konjunkturdaten waren nicht marktbewegend. Die deutsche Wirtschaft ist im zweiten Quartal um 0,4 Prozent zum Vorquartal gewachsen. Die Daten bestätigten eine erste Schätzung.

Am Nachmittag rückten dann aktuelle US-Daten in den Vordergrund. In den USA sind die Verkäufe bestehender Häuser im Juli überraschend deutlich gefallen. Im Vergleich zum Vormonat fiel die Zahl um 3,2 Prozent. Bankvolkswirte hatten im Mittel einen Rückgang um 1,1 Prozent erwartet.

Dominierendes Thema an den Finanzmärkten bleibt aber die US-Zinspolitik. Aus diesem Grund wird eine Rede von Fed-Chefin Janet Yellen mit Spannung erwartet. Sie wird sich am Freitag auf dem international renommierten Notenbankertreffen im amerikanischen Ort Jackson Hole äußern.

Die vorderen Plätze im Euro-Stoxx-50 wurden ausnahmslos von Bankwerten eingenommen. UniCredit knüpften mit plus 8,04 Prozent an die deutlichen Vortagesgewinne an. Medienberichte, wonach sich die italienische Bank-Austria-Mutter komplett von der polnischen Bank Pekao trennen wolle, treiben den Aktienkurs des Mailänder Geldhauses weiter nach oben.

In deren Windschatten legten Intesa SanPaolo 3,04 Prozent zu. In Paris gewannen Societe Generale 2,58 Prozent, während in Madrid BBVA 3,35 Prozent zulegen konnten. Deutsche Bank verteuerten sich in Frankfurt um 2,34 Prozent.

An der Börse in Zürich büßten Swatch-Aktien knapp zwei Prozent ein. Die französische Großbank Societe Generale hatte die Anteilsscheine des Uhrenherstellers zum Verkauf empfohlen, hieß es von Marktbeobachtern zur Begründung.

Die Aktien von Glencore rutschten gut drei Prozent ins Minus. Bereinigt um Sondereffekte hatte der Rohstoffhändler und Bergbaukonzern im ersten Halbjahr einen unerwartet niedrigen Gewinn erwirtschaftet.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA499 2016-08-24/18:08




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