Letztes Update am Mi, 24.08.2016 22:25

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


USA: Touristen sollen sich an Burkini-Verbote in Frankreich halten



Washington (APA/AFP) - Das US-Außenministerium hat Frankreich-Reisenden geraten, sich an die jeweils aktuellen Regelungen zum Tragen von Badekleidung einschließlich der aktuellen Burkini-Verbote zu halten. In den landesspezifischen Hinweisen heiße es, dass US-Reisende „den örtlichen Gesetzen“ unterworfen seien, hieß es vonseiten des Ministeriums am Dienstag.

„Und wenn örtliche Gesetze verletzt werden, selbst aus Unwissen, müssen sie mit Ausweisung, Festnahme oder Verhaftung rechnen“

In diesem Sommer haben zahlreiche französische Urlaubsorte, darunter Cannes und Nizza, das Tragen von Burkinis verboten. Der Ganzkörperbadeanzug - eine Wortschöpfung aus Burka und Bikini - wird von muslimischen Frauen getragen, die beim Baden einer strengen Auslegung des Islam entsprechen wollen.

Als Begründung für die Burkini-Verbote führen die Bürgermeister an, wegen der nach den islamistischen Anschlägen angespannten Stimmung in Frankreich könne der Burkini zu Störungen der öffentlichen Ordnung führen. Kritiker verurteilen die Maßnahme als überzogen und islamfeindlich.

Die US-Behörden hatten sich in der Vergangenheit wiederholt reserviert zu französischen Kleidungsvorschriften geäußert, insbesondere zum 2011 verhängten Verbot der Vollverschleierung in der Öffentlichkeit.




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