Letztes Update am Do, 25.08.2016 08:43

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europas Leitbörsen zur Eröffnung etwas leichter erwartet



Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Der europäische Aktienmarkt dürfte am Donnerstag mit moderaten Verlusten in den Handel starten. Nach der jüngsten Erholung fehlt zunächst wohl die Kraft für weitere Gewinne. Auch von den schwächelnden Börsen in Übersee kommt keine Unterstützung. Zudem warten die Anleger auf die Veröffentlichung des Ifo-Geschäftsklimas sowie die am Freitag erwarteten Reden von US-Notenbankchefin Janet Yellen und anderen Notenbankern beim Treffen im US-amerikanischen Jackson Hole.

Dem Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx-50 winkt ein verhaltener Auftakt mit einem Minus von 0,10 Prozent. Knapp eine Stunde vor Handelsbeginn deutete der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex ein Minus von 0,29 Prozent auf 10.593 Punkte an.

Volkswirte rechnen damit, dass das Ifo-Geschäftsklima leicht zulegen kann. Sie gehen damit davon aus, dass das überraschende Brexit-Votum der Briten von Ende Juni weiterhin keine nennenswerten Auswirkungen auf die Stimmung in deutschen Unternehmen zeigt.

Auch von Unternehmensseite fehlten noch die starken Impulsgeber. Vorbörslich am auffälligsten war in Frankfurt GfK: Die Aktien des Marktforschungsunternehmens zogen auf der Handelsplattform Tradegate gegenüber dem Xetra-Schluss um über 6 Prozent an, nachdem die „Wirtschaftswoche“ berichtet hatte, der Mehrheitseigner prüfe verschiedene Varianten für die Zukunft des Konzerns, darunter eine Fusion oder den Verkauf von Anteilen an einen Wettbewerber. Als Interessenten nennt das Blatt die Konkurrenten Nielsen und IMS Health aus den USA sowie Kantar, Tochter des Londoner Werberiesen WPP.

Beim Schmierstoffspezialisten Fuchs Petrolub sorgte eine positive Studie für Kursgewinne bei Tradegate von 0,90 Prozent auf 41,051 Euro. Die Schweizer Großbank UBS nahm die Beobachtung der Aktie mit einer Kaufempfehlung und einem Kursziel von 46,50 Euro auf.

Dagegen litten die Papiere der Biotech-Unternehmen Evotec, Morphosys und Qiagen laut Händlern unter negativen Branchennachrichten aus den USA. Sie verwiesen auf einen Beitrag des Fernsehsenders CNBC, in dem die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton das Arzneimittelunternehmen Mylan wegen Preiserhöhungen für sogenannte EpiPens kritisiert hatte. Dabei handelt es sich um Adrenalin-Fertigspritzen zur notfallmäßigen Selbstbehandlung etwa bei allergischen Schocks. Der Bericht laste auch auf der Stimmung für die deutsche Branche, hieß es.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA080 2016-08-25/08:40




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