Letztes Update am Do, 25.08.2016 12:31

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Leitbörsen in Fernost mit Ausnahme Hongkongs tiefer



Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Donnerstag überwiegend tiefer geschlossen. Vor der Rede von US-Notenbankchefin Janet Yellen am Freitag in Jackson Hole herrsche Zurückhaltung unter den Investoren, sagten Börsianer.

Der Nikkei-225 Index in Tokio fiel um 41,35 Zähler oder 0,25 Prozent auf 16.555,95 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong stieg hingegen um moderate 6,09 Zähler (plus 0,03 Prozent) auf 22.826,87 Einheiten. Der Shanghai Composite verlor 17,55 Punkte oder 0,57 Prozent auf 3.068,33 Punkte.

Auch die Märkte in Indien und Australien zeigten sich mit einem negativen Vorzeichen. Der Sensex 30 in Mumbai tendierte zuletzt bei 27.815,47 Zählern mit minus 244,47 Punkten oder 0,87 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney verlor 22,2 Zähler oder 0,39 Prozent auf 5.631,40 Einheiten.

Die Anleger erhoffen sich von Yellen Hinweise auf den künftigen Kurs der Geldpolitik. Die US-Notenbank Fed hatte im Dezember als einzige führende Notenbank erstmals seit der Finanzkrise den Leitzins angehoben. Nun steht die Frage im Raum, wann die Fed weiter an der Zinsschraube dreht. Eine zu scharfe Gangart der Währungshüter könnte die weltweite Konjunktur abwürgen. „Alle warten auf Yellen, aber ich bin mir nicht sicher, ob sie die Impulse liefern wird, auf die sich die Anleger freuen“, formulierte ein Analyst.

Rohstoff- und Energiewerte zählten in Tokio zu den größten Verlierern, nachdem die Ölpreise zuletzt nur einen kleinen Teil ihrer Vortagesverluste aufgeholt hatten. Schlusslicht im Nikkei waren denn auch die Aktien von Sumitomo Metal Mining mit einem Abschlag von knapp 5 Prozent.

Als Belastung kamen an den chinesischen Festlandbörsen Spekulationen hinzu, wonach die Regierung weitere Schritte einleiten könnte, um spekulative Aktivitäten an den Finanzmärkten einzudämmen. Dies führte vor allem bei Immobilienwerten zu klaren Kursverlusten.

Cathay Pacific Airways gewannen 1,6 Prozent an Höhe. Hier könnte die jüngste Ölpreisentwicklung unterstützt haben. Cnooc fielen hingegen 0,9 Prozent, nachdem Ölunternehmen im Halbjahr einen Verlust ausgewiesen hatte.

In Sydney gewannen Woolworth nach Ergebnisvorlage 3,9 Prozent. Die größte australische Supermarktkette hat das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Verlust von 1,23 Mrd. australische Dollar (830 Mio. Euro) abgeschlossen. Es war das erste Mal seit dem Börsengang im Jahr 1993, dass Woolworths rote Zahlen schrieb. Ein Grund für den Absturz im jüngsten Geschäftsjahr war der erfolglose Versuch von Woolworths, in die Baumarktbranche einzusteigen und gesunken Einkäufe der Australier bei Woolworth. Die jüngsten Geschäftszahlen wurden von Anlegern offenbar so interpretiert, dass nun der Tiefpunkt erreicht sei, begründete Analysten die deutlichen Kursgewinne.




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