Letztes Update am Do, 25.08.2016 13:13

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Schlepperbande in Spanien ausgehoben - Iraner zahlten bis zu 50.000



Madrid (APA/dpa) - Die spanische Polizei hat eine Schlepperbande ausgehoben, die Iraner für bis zu 50.000 Euro pro Person illegal in das EU-Land gebracht haben soll. In Madrid und den katalonischen Städten Barcelona, Hospitalet de Llobregat und Lloret de Mar seien insgesamt vier mutmaßliche Anführer der Bande festgenommen worden, teilte die Polizei am Donnerstag mit.

Zudem seien weitere 15 Personen unter dem Vorwurf der Komplizenschaft in Polizeigewahrsam genommen worden. Die Bande hatte den amtlichen Angaben zufolge ein ausgeklügeltes System mit einer Route über die Türkei, Dubai, Brasilien, Paraguay und Bolivien für den Menschenschmuggel benutzt. Sie habe ihre „Kunden“ mit falschen Pässen ausgestattet und ihnen Hilfe bei der Umsiedlung in andere Länder der Europäischen Union angeboten.

Die Anführer der Bande gehörten einer Familie aus dem Iran an, die für ihre Aktivität im Bereich des Menschenschmuggels bekannt sei, erklärte die Policia Nacional. Unter den Festgenommenen ist den Angaben zufolge auch ein Dolmetscher, der für spanische Behörden arbeitete.




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