Letztes Update am Do, 25.08.2016 16:11

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Mehrausgaben in Euro-Kernländern helfen auch ärmeren Staaten - Studie



Frankfurt (APA/Reuters) - Von mehr staatlichen Investitionen in reichen Kernländern der Eurozone können auch ärmere Staaten am Rande der Gemeinschaft profitieren. Zu diesem Ergebnis kommt eine Forschergruppe von Ökonomen der EU-Notenbanken, deren Studie die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag veröffentlichte.

Die positiven Effekte auf ärmere Länder sind den Forschern zufolge dann groß, wenn wie aktuell im Währungsraum auf längere Sicht mit sehr niedrigen Leitzinsen gerechnet werden kann.

Mehr öffentliche Ausgaben in den Kernländern „könnten Vorteile für die Peripherie bringen, vorausgesetzt die Geldpolitik (...) reagiert nicht auf den dann zunehmenden Inflationsdruck“, hieß es in der Studie.

Die Idee dahinter: Geben wirtschaftlich starke Staaten wie etwa Deutschland mehr öffentliche Gelder aus - etwa für die Verkehrsinfrastruktur - profitieren davon über Aufträge und Exporte auch Länder wie Spanien oder Portugal. Die Studienergebnisse liefern EZB-Präsident Mario Draghi und seinen Notenbank-Kollegen weitere Argumente für ihre Forderung, wohlhabende Euro-Staaten sollten ihre Haushausspielräume nutzen.

~ WEB http://www.ecb.int ~ APA403 2016-08-25/15:52




Kommentieren