Letztes Update am Do, 25.08.2016 16:11

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


3.000 Oppositionskämpfer bei türkischem Einsatz in Nordsyrien



Damaskus/Ankara (APA/dpa/Reuters) - Am türkischen Militäreinsatz gegen den Islamischen Staat (IS) in Nordsyrien sind nach Angaben von Rebellen rund 3.000 Kämpfer der syrischen Opposition beteiligt. Diese hätten sich „seit Monaten“ auf den Einsatz vorbereitet, sagte ein Kämpfer der jihadistischen Rebellengruppe Jabhat Fatah al-Sham - ehemals die Al-Nusra Front, der Nachrichtenagentur dpa in der südosttürkischen Stadt Gaziantep.

Etwa 500 Kämpfer seien in der sogenannten 60. Brigade von der Türkei in der Provinz Gaziantep aufgebaut worden. Die restlichen Kämpfer seien einen Tag vor Beginn der Offensive am Mittwoch aus anderen Teilen Syriens, unter anderem aus dem Raum Aleppo, über die Türkei an den Grenzübergang bei Jarablus gebracht worden. Die Regimegegner gehörten unterschiedlichen Gruppierungen an.

Das Ziel der Rebellen sei es, den IS „aus der Gegend zu verdrängen“ und ein zusammenhängendes Gebiet der Kurdenmiliz YPG zu verhindern. Diese sei eine „separatistische Gruppe“. Die Rebellen wollten auf keinen Fall zulassen, dass Syrien zerfalle, sagte der Kämpfer, der namentlich nicht genannt werden wollte.

Die Ziele der Rebellen decken sich damit mit denen der Türkei. Auf die Frage, ob es auch eine Konfrontation mit kurdischen Milizen geben könnte, antwortete der Kämpfer: „Wenn wir müssen, dann kämpfen wir auch gegen die Kurden.“

Russland zeigte sich indes über die Kämpfe zwischen kurdischen Einheiten und syrischen Regierungstruppen in der Stadt Hasaka besorgt. Der Konflikt spiele denjenigen in die Hände, die Syrien zerstören wollten, sagt eine Sprecherin des Außenministeriums in Moskau. Die Kurden hatten die Armee in Hasaka in dieser Woche praktisch besiegt.




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