Letztes Update am Fr, 26.08.2016 08:40

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europas Leitbörsen zur Eröffnung kaum verändert erwartet



Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Europas wichtigste Aktienmärkte werden heute, Freitag, zur Eröffnung nur wenig verändert erwartet. Anleger dürften laut Marktteilnehmern die Rede von US-Notenbankchefin Janet Yellen beim Zentralbankertreffen in Jackson Hole abwarten. Der Future für den Euro-Stoxx-50 tendierte gegen 8.35 Uhr um 0,03 Prozent höher bei 2983 Zählern.

Für den Londoner FTSE-100 deutete sich eine um 0,12 Prozent höhere Eröffnung an, beim Frankfurter DAX ein Plus 0,06 Prozent.

Marktanalyst Michael Hewson vom Broker CMC Markets UK dämpfte die aus seiner Sicht viel zu hohen Erwartungen an die Rede. Spektakuläre Aussagen wären eine Überraschung, so Hewson. Die meisten Experten rechnen ohnehin damit, dass die Fed dem Trend der lockeren Geldpolitik weiter folgen wird.

Von den Börsen in Übersee kamen erneut kaum Impulse: Die Wall Street verharrt weiter in Sichtweite ihrer jüngsten Rekorde. Die Börsen in Japan und China fanden mit moderaten Bewegungen in gegensätzliche Richtungen keinen gemeinsamen Nenner. Derweil hat sich die Stimmung der deutschen Verbraucher trotz jüngster Terroranschläge und des überraschenden Brexit-Votums in Großbritannien wieder verbessert, wie das Marktforschungsunternehmen GfK mitteilte.

Mangels Unternehmensnachrichten sorgten vor allem Analystenkommentare für vorbörsliche Kursausschläge bei Einzelwerten im Frankfurter DAX. Die Aktien des Autozulieferers Leoni verloren auf der Handelsplattform Tradegate gegenüber dem Xetra-Schluss über 4 Prozent, nachdem die Deutsche Bank sie abgestuft hatte und nun zum Verkauf rät. Die jüngste Kursrally sei nicht angemessen, zumal Sonderfaktoren für das besser als erwartet ausgefallene zweite Quartal verantwortlich gewesen seien, schrieb Analyst Christoph Laskawi.

Die Papiere des Konkurrenten ElringKlinger büßten knapp 2 Prozent ein. Hier belastete laut Händlern eine gestrichene Kaufempfehlung des Bankhauses Lampe.

Im Fokus steht zudem der Arzneimittelhersteller Stada vor einer wohl wegweisenden Hauptversammlung. Im Unternehmen tobt ein Machtkampf zwischen dem Aufsichtsrat und dem Großaktionär Active Ownership Capital (AOC). Es bleibt abzuwarten, ob letzterer genügend andere Eigner von seinem Plan überzeugt hat, alle sechs Aufsichtsratsposten der Kapitalseite mit einem Schlag neu zu besetzen. Bei Tradegate sanken die Titel um 1 Prozent.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA057 2016-08-26/08:38




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