Letztes Update am Fr, 26.08.2016 08:55

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Kuba will Nutzung erneuerbarer Energien ausweiten



Havanna/Berlin (APA/AFP) - Kuba will die Nutzung erneuerbarer Energien deutlich ausweiten. Gemeinsam mit der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien (Irena) fand dazu bis Freitag erstmals ein Expertentreffen in Havanna statt, wie das deutsche Umweltministerium mitteilte.

Unterstützt wird der Workshop von der Internationalen Klimaschutzinitiative des Ministeriums, die seit 2008 Klimaprojekte sowie Projekte zum Schutz der Artenvielfalt in Entwicklungs- und Schwellenländern finanziert.

Ziel der kubanischen Regierung ist es, bis 2030 den Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung auf 24 Prozent zu steigern. „Damit wird sich der Energiesektor deutlich wandeln und einen wichtigen Beitrag zur Begrenzung der Erderwärmung leisten“, erklärte der deutsche Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth, der an dem Workshop in Havanna teilnahm.

Derzeit werden in Kuba nur 4 Prozent der erzeugten Elektrizität aus erneuerbaren Quellen gewonnen. Wind und Sonne in dem Inselstaat „bergen ein immenses Potenzial, um die Abhängigkeit des kubanischen Energiesektors von fossilen Brennstoffen zu verringern“, erklärte das Bundesumweltministerium.

„Die meisten Inselstaaten sind stark vom Import fossiler Energieträger abhängig, um ihren Energiebedarf zu decken, und daher sehr anfällig für stark schwankende Energie- und hohe Transportpreise“, erklärte Irena-Generaldirektor Adnan Amin. Eine Beschleunigung der heimischen Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen verbessere die Versorgungssicherheit, stärke die wirtschaftliche Entwicklung und reduziere zudem gesundheits- und klimaschädliche Emissionen.




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