Letztes Update am Fr, 26.08.2016 13:07

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Lösung in Gasstreit zwischen Russland und Weißrussland steht bevor



Moskau (APA/dpa) - Die Bündnispartner Russland und Weißrussland haben sich in einem monatelangen Streit um Gaslieferungen nach Medienberichten auf ein neues Preissystem geeinigt. Für Weißrussland werde russisches Gas dadurch etwa um ein Drittel billiger, berichtete die Moskauer Zeitung „Kommersant“ am Freitag. Die Führung in Minsk betonte aber, es sei noch keine endgültige Einigung erzielt worden.

„Die Verhandlungen über den Gaspreis gehen weiter“, sagte ein Regierungssprecher der Agentur Interfax zufolge.

Weißrussland werde für Gas zunächst das Anderthalbfache des russischen Inlandspreises zahlen, berichtete „Kommersant“ unter Berufung auf die Unterhändler. 2025 soll der wichtige Rohstoff in beiden Ländern gleich viel kosten. Außerdem werde der Handel von US-Dollar auf Rubel umgestellt, hieß es. So ergebe sich für 2017 ein Preis von 6.000 Rubel (aktuell 82 Euro) für 1.000 Kubikmeter Erdgas.

In dem Gasstreit hat Weißrussland bisher Schulden von etwa 265 Mio. Euro auflaufen lassen. Russland wiederum hat Öllieferungen in das Nachbarland gestoppt, mit dem es in einer Zollunion und in der Eurasischen Wirtschaftsunion verbunden ist. Moskau will Weißrussland auch militärisch enger an sich binden durch den Aufbau einer russischen Luftwaffenbasis. Dagegen sträubt sich der autoritär regierende Präsident Alexander Lukaschenko bis jetzt.




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