Letztes Update am Fr, 26.08.2016 15:31

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Wankender Airbag-Produzent Takata hat mehrere Retter im Blickfeld



Tokio (APA/Reuters) - Der durch einen Airbag-Skandal ins Wanken geratene japanische Autozulieferer Takata kommt Insidern zufolge bei der Suche nach finanzstarken Helfern voran. Bis zu sieben Unternehmen hätten ihr Investitionsinteresse mit detaillierten Plänen für einen Konzernumbau untermauert, berichteten mehrere mit den Vorgängen vertraute Personen.

In der engeren Auswahl seien unter anderem der chinesische Konkurrent Ningbo Joyson Electronic, der japanische Chemiekonzern Daicel sowie die US-Beteiligungsgesellschaften KKR und Bain Capital. Bis Mitte September würden nun zwei Favoriten ausgewählt. Die endgültige Entscheidung über den künftigen Partner soll demnach im Oktober fallen.

Auf Takata kommen massive Kosten durch den millionenfachen Austausch defekter Airbags zu, die zu tödlichen Unfällen führen können. Zunächst hatten bis zu 30 Unternehmen ein Auge auf den Konzern geworfen, dessen Börsenwert im Zuge des Skandals massiv gesunken und damit für Investoren besonders attraktiv geworden ist. Die Interessenten gehen zudem davon aus, dass Takata die Affäre übersteht, weil die Auto-Industrie den immensen Bedarf an Ersatz-Airbags kaum über andere Zulieferer decken kann.

Takata, Daicel, KKR und Bain Capital lehnten eine Stellungnahme ab. Ein Ningbo-Joyson-Sprecher sagte, es gebe keinen direkten Kontakt zu Takata. Ein Informationsaustausch könnte aber über Vermittler laufen.

~ WEB http://www.takata.com/en/index.html ~ APA364 2016-08-26/15:27




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