Letztes Update am Fr, 26.08.2016 16:14

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Polizei in Simbabwe löste Proteste für Wahlreform mit Tränengas auf



Harare (APA/dpa) - Die Polizei in Simbabwe hat eine geplante Großdemonstration der Opposition für eine Reform des Wahlrechts mit Tränengas und Wasserkanonen aufgelöst. Im Zentrum von Harare kam es am Freitag zu Straßenschlachten zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften, nachdem die Polizei jeglichen Protest verhindern wollte, wie Augenzeugen berichteten.

Demonstranten setzten Reifen in Brand und schleuderten Steine in Richtung der Polizei. Dutzende Menschen seien festgenommen worden, sagte Polizeisprecherin Charity Charamba.

Augenzeugen berichteten weiter, dass Tausende Menschen sich zu dem gerichtlich genehmigten Protest versammelt hatten. „Wann immer Menschen zusammenkommen, fängt die Polizei an, mit Tränengas oder aus Wasserkanonen zu schießen“, sagt der Sprecher einer Oppositionspartei, Jealousy Mawarire.

Die Demonstranten fordern eine Reform des Wahlrechts, die der Opposition gleiche Chancen einräumen soll. Präsident Robert Mugabe, der seit 1980 an der Macht ist, lehnt eine Reform ab.

Seit Monaten kommt es in dem Land im südlichen Afrika immer wieder zu Protesten, vor allem gegen die verfehlte Wirtschaftspolitik des 92-Jährigen Mugabe. Die nächsten Wahlen sollen 2018 stattfinden.




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