Letztes Update am Fr, 26.08.2016 18:08

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europas Leitbörsen schließen einhellig mit Gewinnen



Frankfurt am Main (APA) - Europas Leitbörsen haben heute, Freitag, einhellig mit höheren Notierungen geschlossen. Der Euro-Stoxx-50 stieg um 22,67 Einheiten oder 0,76 Prozent auf 3.010,36 Zähler. Nachdem die europäischen Aktienindizes sich über weite Teile des Handelstags orientierungslos gezeigt hatten, verlieh die Rede der US-Notenbankchefin Janet Yellen im Späthandel etwas Auftrieb.

Auf der Notenbanker-Konferenz sagte die Fed-Chefin, dass die Argumente für eine Zinsanhebung in den vergangenen Monaten zugenommen hätten. Es gebe Verbesserungen auf dem US-Arbeitsmarkt, zudem werde ein moderates Wirtschaftswachstum erwartet. Einen genauen Zeitpunkt für die nächste Zinserhöhung nannte Yellen jedoch nicht.

Analyst Bernd Weidensteiner von der Commerzbank zieht aus der Yellen-Rede keine wesentlichen Neuigkeiten: „Dass nach zwei sehr guten Arbeitsmarktberichten in Folge die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung steigt, stand auch vorher schon fest. Wir gehen davon aus, dass die Fed im Dezember ihren Leitzins anhebt. Wichtig wird die Arbeitsmarktbilanz für August am kommenden Freitag.“ Falls diese deutlich besser als erwartet ausfielen, steige die Chance eines Zinsschritts bereits im September.

Ansonsten fanden Konjunkturdaten am heutigen Handelstag nur spärliche Aufmerksamkeit: Weder eine leichte Abwärtsrevision des US-BIP-Wachstums im zweiten Quartal, noch solide ausgefallene Verbraucher-Zahlen aus Deutschland sowie enttäuschende Verbraucher-Daten aus den USA vermochten, den Handel wesentlich zu beeinflussen.

Unternehmensseitig blieb die Meldungslage recht dünn. Die Aktien des Chipherstellers Gemalto sprangen an der Amsterdamer Börse um 6,51 Prozent hoch. Der Konzern, der unter anderem SIM-Karten für 450 Mobilfunk-Unternehmen herstellt, übertraf mit seinem Halbjahresgewinn die Erwartungen und bestätigte seinen Gesamtjahresausblick.

Nach der milliardenschweren Übernahme von SABMiller durch den weltgrößten Braukonzern Anheuser-Busch Inbev (AB Inbev) sollen tausende Stellen wegfallen. Durch die Fusion werden rund 3 Prozent aller Arbeitsplätze überflüssig, wie AB Inbev mitteilte. Dies entspricht laut Angaben von Eingeweihten etwa 5.500 Stellen, Anheuser-Busch-Aktien stiegen um 0,72 Prozent.

Unterdessen geht der Zwist zwischen dem französischen Medienriesen Vivendi und dem Berlusconi-Konzern Mediaset in die Verlängerung. Vivendi hatte mitteilen lassen, dass es zum 30. September eine Ausstiegsklausel aus dem eigentlich abgeschlossenen Kaufvertrag habe, bei Mediaset wurde dies umgehend dementiert. Laut CNBC berichten Insider jedoch davon, dass hinter den Kulissen des Dramas eifrig weiterverhandelt wird.

Die Aktien beider Konzerne profitierten jedenfalls nicht von der Darbietung - die Papiere von Vivendi knickten in Paris um 1,73 Prozent ein, jene von Mediasoft erleichterten sich in Mailand um 0,49 Prozent.

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Index Änderung Änderung Zuletzt

Punkte Prozent Wien ATX 2.311,65 17,35 0,76 2.294,30 Frankfurt DAX 10.587,77 58,18 0,55 10.529,59 London FT-SE-100 6.838,05 21,15 0,31 6.816,90 Paris CAC-40 4.441,87 35,26 0,80 4.406,61 Zürich SPI 8.888,07 28,88 0,33 8.859,19 Mailand FTSEMIB 16.843,99 133,21 0,80 16.710,78 Madrid IBEX-35 8.659,50 60,00 0,70 8.599,50 Amsterdam AEX 453,01 3,07 0,68 449,94 Brüssel BEL-20 3.550,11 15,27 0,43 3.534,84 Stockholm SX Gesamt 1.411,65 6,57 0,47 1.405,08 Europa Euro-Stoxx-5 3.010,36 22,67 0,76 2.987,69

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Euro-Stoxx 325,41 2,12 0,66 323,29 ~

~ ISIN EU0009658145 ~ APA459 2016-08-26/18:04




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