Letztes Update am Fr, 26.08.2016 23:53

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Simbabwes Mugabe warnt: Werden keinen Arabischen Frühling dulden



Harare (APA/dpa) - Simbabwes Langzeitpräsident Robert Mugabe hat die Opposition vor einer Ausweitung der anhaltenden Proteste gegen seine Regierung gewarnt. Es werde in Simbabwe keinen Arabischen Frühling geben, sagte der 92-jährige Staatschef in Anspielung auf die Massenproteste, die in der Arabischen Welt zu Umstürzen geführt hatten. „Wir werden dem nicht tatenlos zusehen“, warnte Mugabe am Freitagabend.

Nur Stunden zuvor war die Polizei brutal gegen eine richterlich genehmigte Demonstration der Opposition für eine Reform des Wahlrechts vorgegangen. Die Sicherheitskräfte setzten in der Hauptstadt Harare Schlagstöcke, Wasserkanonen und Tränengas ein. Im Stadtzentrum kam es zu Straßenschlachten zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften. Mindestens 40 Menschen wurden nach Angaben der Opposition verletzt. Dutzende Menschen seien festgenommen worden, sagte Polizeisprecherin Charity Charamba.

Der frühere Premierminister Morgan Tsvangirai sagte, der harte Polizeieinsatz gegen eine friedliche Demonstration sei symptomatisch für den Zusammenbruch des Rechtsstaats in Simbabwe. Mugabe ist in dem Land im südlichen Afrika seit 1980 an der Macht. Nach Jahren relativer Ruhe kommt es nun schon seit Monaten immer wieder zu Protesten gegen Mugabes Regierung.




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