Letztes Update am Sa, 27.08.2016 02:17

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


UNO-Sicherheitsrat plant Besuch im Südsudan



New York/Juba (APA/AFP) - Die Mitglieder des UNO-Sicherheitsrats wollen sich kommende Woche in den Südsudan begeben, um Präsident Salva Kiir von der Entsendung einer regionalen Friedenstruppe zu überzeugen. Wie Diplomaten am Freitag mitteilten, ist die Reise der Botschafter der 15 Ratsmitglieder vom 2. bis 7. September geplant.

Präsident Kiir und sein neuer Vize Taban Deng haben Vorbehalte gegen die Verstärkung der UNO-Friedenstruppe geäußert, da ihrer Ansicht nach damit die Souveränität des Landes untergraben würde.

Der UNO-Sicherheitsrat hatte am 12. August die Entsendung von zusätzlich 4.000 Blauhelmen beschlossen, um die Sicherheit der Hauptstadt Juba und der UNO-Stützpunkte zu gewährleisten. Die Blauhelme sollen die 13.000 Soldaten der UNO-Mission UNMISS verstärken, die wegen ihrer Unfähigkeit, sexuelle Übergriffe und andere Gewalttaten zu verhindern, im Kreuzfeuer der Kritik stehen. Der UNO-Sicherheitsrat hat mit einem Waffenembargo gedroht, sollte Südsudans Regierung die Friedenstruppe blockieren.

Vizepräsident Deng forderte am Montag aber mehr Klarheit über das Mandat der neuen Truppe. Er war als Nachfolger von Riek Machar ernannt worden, nachdem sich der frühere Rebellenführer wenige Tage nach Bildung einer Regierung der nationalen Einheit erneut mit seinem Rivalen Kiir überworfen hatte. Dem Konflikt zwischen den Truppen Kiirs und den Rebellen Machars sind seit Dezember 2013 zehntausende Menschen zum Opfer gefallen, 2,5 Millionen weitere wurden vertrieben.

~ WEB http://www.un.org/en/sc/ ~ APA005 2016-08-27/02:13




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