Letztes Update am Sa, 27.08.2016 12:53

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Japan will in kommenden 3 Jahren 30 Mrd. Dollar in Afrika investieren



Nairobi (APA/AFP) - Japan will in den kommenden drei Jahren 30 Milliarden Dollar (27 Milliarden Euro) in Afrika investieren. Das Geld solle bis 2018 fließen, allein zehn Milliarden Dollar seien für den Ausbau der Infrastruktur vorgesehen, sagte Regierungschef Shinzo Abe am Samstag bei der Internationalen Tokio-Konferenz für Afrikanische Entwicklung (Ticad) in der kenianischen Hauptstadt Nairobi.

„Das ist eine Investition, die an Afrikas Zukunft glaubt“, betonte Abe. Der japanische Regierungssprecher Yasuhisa Kawamura führte aus, dass es sich bei 21 Milliarden Dollar um neue Zusagen handle, die übrigen neun Milliarden Dollar seien bereits früher versprochen worden. „Wir haben das tiefe Gefühl, dass Japan stark in Afrika wachsen kann, wo es Möglichkeiten im Überfluss gibt“, sagte Regierungschef Abe.

Er traf in Nairobi etwa 30 afrikanische Staatschefs, darunter den kenianischen Präsidenten Uhuru Kenyatta und dessen südafrikanischen Kollegen Jacob Zuma. Auf dem Programm der Konferenz stand die Unterzeichnung von mehr als 70 Vereinbarungen und Handelsabkommen zwischen Japan und Afrika.

Zum ersten Mal seit der Schaffung der Ticad im Jahr 1993 fand die Konferenz dieses Jahr nicht in Japan, sondern auf afrikanischem Boden statt. Die regelmäßigen Treffen, die Tokio zusammen mit der UNO, der Afrikanischen Union (AU) und der Weltbank organisiert, dienen dazu, Japans Handel und Entwicklungszusammenarbeit mit Afrika zu stärken.

Tokio erhofft sich, durch sein Engagement den Einfluss seines Rivalen China auf dem Kontinent zu begrenzen. Der Handel der Volksrepublik mit Afrika hatte vergangenes Jahr ein Volumen von 179 Milliarden Dollar, bei Japan belief er sich auf knapp 24 Milliarden Dollar.

Am Rande der Ticad kündigten die Weltbank und der Weltfonds für die Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria an, in den kommenden drei bis fünf Jahren 24 Milliarden Dollar bereitzustellen, um bei der Reform der Gesundheitssysteme in afrikanischen Ländern zu helfen.




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