Letztes Update am Do, 08.09.2016 13:07

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Mehr Filme, mehr Budget: Das Zurich Film Festival baut weiter aus



Zürich (APA/sda) - Mehr Filme, mehr Kinoleinwände, mehr Gäste und ein noch breiteres Rahmenprogramm - das Zurich Film Festival (ZFF) wächst weiter. Vom 22. September bis zum 2. Oktober stehen bei der 12. Festivalausgabe 172 Produktionen (161 im Vorjahr) aus 36 Ländern auf dem Programm. Davon sind 43 Erstlingswerke und 17 Weltpremieren, darunter drei aus Österreich, wurde heute, Donnerstag, bekanntgegeben.

Marie Kreutzers Komödie über das Elternwerden, „Was hat uns bloß so ruiniert?“, und Valentin Hitz‘ Sci-Fi-Film „Stille Reserven“ feiern in der Wettbewerbssektion „Fokus Schweiz, Deutschland, Österreich“ ihre Weltpremiere; auch Maria Arlamovskys Reproduktions-Doku „Future Baby“ und die deutsch-österreichische Koproduktion „Die Einsiedler“ von Ronny Trocker sind im Rennen. Als Galapremieren werden sowohl Ulrich Seidls neue Doku „Safari“ als auch Dieter Berners „Egon Schiele - Tod und Mädchen“ gewürdigt. Berners Film über das Leben des Malers aus der Sicht von Frauen kommt wenige Tage nach der Weltpremiere in Zürich am 7. Oktober in die österreichischen Kinos.

Besonders hoch ist bei der 12. Festivalausgabe die Anzahl der Schweizer Filme: Nach neun Arbeiten im Vorjahr zeigt das ZFF heuer auf mehrere Sektionen verteilt insgesamt 43 Schweizer Produktionen, darunter die Wettbewerbsbeiträge „Europe, She Loves“ von Jan Gassmann, der Erstling „Skizzen von Lou“ von Lisa Blatter und „Miséricorde“ von Fulvio Bernasconi. „Das ZFF wird immer mehr als Festival für den Schweizer Film wahrgenommen“, sagte Co-Direktor Karl Spoerri bei einer Pressekonferenz am Donnerstag, der diesem Ruf mit der breiten Palette an Schweizer Filmen gerecht werden will. Der Programmausbau hat eine Erhöhung der Leinwände von 10 auf 12 zur Folge und „entsprechend ist auch das Budget von 7,1 Millionen auf 7,2 Millionen Franken gestiegen“, wie Co-Direktorin Nadja Schildknecht mitteilte.

Übergeordnete Schwerpunkte des diesjährigen Festivals sind laut Spoerri Komödien und das Thema Familie. In der Reihe „Neue Welt Sicht“ steht außerdem das „traditionsreiche Filmland Mexiko“ im Zentrum, das mit seinem Hang zum Dramatischen und Absurden eine neue Blütezeit erlebe. Eröffnet wird das ZFF mit der Europapremiere des Dramas „Lion“. Regisseur Garth Davis und Produzent Harvey Weinstein werden die Auftaktveranstaltung beehren; für die weitere Festivalzeit haben sich u.a. Ewan McGregor, Jennifer Connelly, Daniel Radcliffe, Woody Harrelson und Hugh Grant angesagt. Letzterer wird den Golden Icon Award entgegennehmen.

(S E R V I C E - www.ziff.com)




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