Letztes Update am Di, 13.09.2016 14:45

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Österreich und der Iran besiegelten Umwelt-Kooperation



Wien (APA) - Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter (ÖVP) und seine iranische Amtskollegin Masoumeh Ebtekar haben am Dienstag in Wien einen Aktionsplan über die bilaterale Zusammenarbeit im Umweltbereich vereinbart. Ebtekar, eine von mehreren Vizepräsidenten des Landes, sagte vor Journalisten in Wien, dass man mit diesem Treffen die „praktischen Dimensionen“ der Kooperation beginnen könne.

Als Beispiel, wo der Iran von Österreich profitieren könne, nannte die iranische Vizepräsident die Abfallentsorgung, „wo Österreich sehr hilfreiche Erfahrungen hat“ sowie die Abwasserwirtschaft.

Die Frage, ob denn auch Österreich etwas vom Iran lernen könne, bejahte Rupprechter, mit Verweis auf die große Anzahl an Nationalparks im Iran. Hier könne man viel von den dortigen Programmen und Schutzmaßnahmen lernen, so der Minister.

Der aktuellen Einladung Rupprechters vorangegangen, war ein Iranbesuch des Ministers im Februar des Jahres. Dort tauschten sich Ebtekar und Rupprechter aus und einigten sich mit der Unterzeichnung eines sogenannten „Memorandum of Understanding“ auf die Umwelt-Zusammenarbeit der beiden Länder. Ziel des Programmes sei, dass Österreich den Iran mittels Know-how in Umweltfragen unterstütze.

Die irankritische Plattform „Stop the Bomb“ kritisierte Ebtekars Besuch bereits im Vorfeld. In einer Presseaussendung warf die Bewegung der iranischen Vizepräsidentin vor, voriges Jahr die Parole „Tod Israel“ verteidigt zu haben.




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