Letztes Update am Mi, 21.09.2016 05:57

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Japans Juristenvereinigung erstmals für Abschaffung der Todesstrafe



Tokio (APA/dpa) - Die japanische Juristenvereinigung will sich erstmals für die Abschaffung der Todesstrafe in dem Land einsetzen. Wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Mittwoch meldete, will die Japan Federation of Bar Associations (JFBA) ihren Mitgliedern bei einer Jahrestagung zu Menschenrechten Anfang Oktober einen entsprechenden Vorschlag für eine gemeinsame Erklärung unterbreiten.

Japan, die drittgrößte Wirtschaftsnation der Welt, gehört zu den wenigen Industrieländern, die weiter an der Todesstrafe festhalten. Die Vereinigung strebe eine Abschaffung der Todesstrafe, die in Japan durch den Strang vollstreckt wird, bis 2020 an, hieß es. In dem Jahr wird der UN-Kongress für Verbrechensprävention in Japan tagen. In einer Deklaration hatte die Juristenvereinigung 2011 die Regierung in Tokio aufgefordert, unverzüglich eine öffentliche Debatte über die Todesstrafe zu beginnen. Von einer klaren Forderung zur Abschaffung hatte sie indes abgesehen. Die Regierung beruft sich stets auf Umfragen, wonach die Mehrheit der Bürger die Todesstrafe befürworte.




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