Letztes Update am Di, 27.09.2016 14:10

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


APA Medien News - Presserat, Kurier-“Fakten“, Rode-Preis, und ATV



Wien (APA) - Presserat rügt Branchenmagazin „Der Österreichische Journalist“

Der Presserat hat sich ein weiteres Mal mit der Tageszeitung „Österreich“ beschäftigt. Dieses Mal stellte sich der Verein zur Selbstkontrolle aber schützend vor eine Journalistin des Boulevardblatts. Das Branchenmagazin „Der Österreichische Journalist“ hatte im Juni Gerüchte über das Sexualleben einer namentlich genannten Redakteurin verbreitet. Der Presserat sieht die Journalistin dadurch in der Öffentlichkeit bloßgestellt und stellte einen Verstoß gegen den Persönlichkeitsschutz und die Intimsphäre des Ehrenkodex für die österreichische Presse fest. Daran ändere auch nichts, dass das Magazin den Beitrag als Satire verteidigte, so das Urteil. „Der Österreichische Journalist“ hat sich der Schiedsgerichtsbarkeit des Presserats bisher nicht unterworfen, „Journalist“-Chefredakteur Georg Taitl will die Entscheidung aber freiwillig veröffentlichen.

„Kurier“ macht Sicherheitsmagazin für Kuratorium Sicheres Österreich

Seit heute gibt es mit „Fakten“ ein neues Magazin in Österreich. Es sollen darin Hintergrundinformationen rund um das Thema „Sicherheit in Österreich“ aufbereitet und „auf ausgewogene Weise“ vermittelt werden. Medieninhaber und Herausgeber ist der Verein Kuratorium Sicheres Österreich (KSÖ). Konzipiert wurde das Heft in Partnerschaft mit der Tageszeitung „Kurier“, wo „Fakten“ auch beigelegt ist. „Mit Fakten soll auf hohem journalistischen Niveau über Sicherheit in Österreich aufgeklärt werden, damit Leserinnen und Leser über dieses Thema sachlich und bestens informiert sind“, erklärte „Kurier“-Geschäftsführer Thomas Kralinger am Dienstag in einer Aussendung. Demzufolge haben auf acht Seiten zahlreiche „Kurier“-Autoren Fakten zusammengetragen, Experten befragt und Analysen erstellt. Die erste Ausgabe widmet sich neben Polizei- und Militärthemen unter anderem dem Flüchtlingsansturm im Vorjahr „und welche österreichischen Lösungsansätze entwickelt wurden, um diese Bewegungen in gelenkte Bahnen zu leiten“. Laut Impressum wird „Fakten“ von den „Kurier“-Journalisten Ulrike Botzenhart und Wilhelm Theuretsbacher geleitet. „Kurier“-Herausgeber Helmut Brandstätter will mit „Fakten“ „Orientierung im schier unüberschaubaren Informationsdschungel zum häufig emotional diskutierten Thema Sicherheit schaffen“. Den vom Innenministerium geförderten Verein gibt es laut Vereinsregister seit 1975. Präsident ist seit 2009 Erwin Hameseder, Obmann der Raiffeisen Holding Wien-Niederösterreich. Die niederösterreichische Raiffeisenlandesbank ist über die Medicur-Holding auch zur Hälfte am „Kurier“ beteiligt.

Rode-Preis für „Blattsalat“ und „Medienquartett“

Der Walther-Rode-Preis geht heuer an den „Standard“-Journalisten Günter Traxler für seine Kolumne „Blattsalat“ sowie an das „Medienquartett“ auf „Okto“. Der Preis, der vom Medienhaus Wien vergeben wird, ist mit 5.000 Euro dotiert. Er wird am 17. Otkober auf der „Summerstage“ in Wien verliehen. 2016 werde die kritische, kontinuierliche Auseinandersetzung mit der Rolle von Medien und Journalismus in Österreich ausgezeichnet, teilte das Medienhaus Wien am Dienstag mit. Traxler habe mit seinem „Blattsalat“ eine einzigartige medienkritische Kolumne etabliert. „Sie hält österreichischem Journalismus den Spiegel vor und provoziert in subtiler sprachlicher Qualität den Diskurs, vor allem auch über die Schwächen des österreichischen Print-Journalismus“, so die Begründung. Das „Medienquartett“ wiederum wird ausgezeichnet, weil es sich um ein thematisch vielfältiges TV-Format handle, „das die Entwicklung von Öffentlichkeit in digitalen Zeiten und die raschen Veränderungen von Journalismus und Medien lebensnah und auf hohem Niveau mit fachkundigen Gästen diskutiert“. Der Preis wird im Andenken an den österreichischen Rechtsanwalt und Publizisten Walther Rode vergeben.

ATV drehte Doku über unmoderiertes Präsidentschaftsduell

Der Privatfernsehsender ATV verarbeitet das umstrittene unmoderierte Duell zwischen den Präsidentschaftskandidaten Norbert Hofer (FPÖ) und Alexander Van der Bellen (Grüne) in einer Dokumentation. ATV-Redakteur Florian Tietze hat eine Analyse vorgenommen und lässt darin Experten und Insider zu Wort kommen. Ausgestrahlt wird „Bundespräsident: blamiert, beschädigt? - Die Doku zum unmoderierten Duell“ am 10. Oktober 2016 um 22.20 Uhr. Am selben Tag startet auch die ATV-Reihe „Klartext“ mit Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) in die fünfte Staffel.




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