Letztes Update am So, 02.10.2016 06:22

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Kolumbien: Neues Boomland in Südamerikas?



Bogota (APA/dpa) - Kolumbien mit seinen 48 Millionen Einwohnern gilt derzeit als eines der spannendsten Länder in Südamerika. Jahrzehntelang in Verruf, durch Drogenkartelle und den blutigen Konflikt zwischen Regierung und FARC, wächst die Wirtschaft gegen den Trend in der Region stark. 2015 legte die Wirtschaftsleistung um 3,1 Prozent zu, 2016 dürfte das Wachstum ähnlich ausfallen.

Zudem konnte Kolumbien nach Angaben des Auswärtigen Amtes die Armutsquote in den letzten Jahren auf 28,2 Prozent senken. Ökonomen rechnen durch das Friedensabkommen mit einem zusätzlichen Wachstumsschub um bis zu drei Prozent. Bisherige Konfliktgebiete können für den Anbau genutzt werden, auch die Bauwirtschaft könnte profitieren. Zudem steckte die Regierung jährlich rund drei Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP 2015: 245 Milliarden Euro) in den Kampf gegen die Guerilla. Dieses Geld ist nun für andere Investitionen frei.

Besonders starker Motor der Wirtschaft ist derzeit der Tourismus - das Land gilt als eines der schönsten der Welt. Wichtige Exportwaren sind Kaffee, Bananen, Palmöl und Schnittblumen, daneben Rohstoffe wie Steinkohle und Öl.




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