Letztes Update am Di, 18.10.2016 12:07

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Neue Foundation fördert musikalische Wunderkinder



Wien (APA) - Eine musikalische Ausbildung, vor allem für besonders talentierte Kinder, kann das Haushaltsbudget gehörig belasten. Abhilfe schaffen und musikalische Wunderkinder auf das Konzertpodium bringen will die neue „International Music Foundation“ mit Sitz in Wien.

„Der Reinerlös unserer Benefizkonzerte kommt begabten Kindern zugute, deren Familien sich die Ausbildung nicht leisten können“, so Vereinsobfrau Leona König bei einem Pressegespräch am Dienstag. Vor den Galakonzerten, die neben Wien auch in anderen europäischen Städten veranstaltet werden, wählt eine hochkarätig besetzte Jury die besten jungen Pianisten für die Auftritte aus, am Ende des Konzerts wird der beste Beitrag prämiert. Zu erleben ist das Konzept etwa am 11. März im Wiener Konzerthaus. Die Erweiterung auf andere Instrumente ist derzeit noch in Planung.

„Ich war bestimmt schon in 80 Wettbewerbs-Jurys“, berichtete Staatsopern-Direktor Dominique Meyer von seinen Erfahrungen. „Mein Rezept ist, das Positive zu sehen. Ein Wettbewerb ist nicht dazu da, um Köpfe rollen zu lassen, sondern um die Motivation zu steigern. Eine falsche Note bedeutet nicht, dass jemand nicht ein wunderbarer Interpret ist. Nicht zu gewinnen, macht niemanden zum Verlierer.“

Auch Alma Sauer, Klavierprofessorin an der Musikuniversität, betonte, dass es bei den Wettbewerben vor den Konzerten nicht darum gehe „Österreich sucht den Superstar“ zu veranstalten, sondern den Nachwuchs nachhaltig zu fördern, sowohl was Auftrittsmöglichkeiten, Meisterklassen, als auch das Finanzielle belangt. „Gerade in Musikerfamilien gibt es häufig hochbegabte Kinder und gerade dort muss man häufig auf das Geld schauen.“

Neben dem kostenintensiven Unterricht oder der Reisetätigkeit sind auch die hochwertigen Instrumente ein Faktor. Für die Klaviere der Konzerte ist jedenfalls gesorgt: Als Unterstützer an der Foundation beteiligt ist auch Steinway Austria.

(S E R V I C E - www.im-foundation.at)




Kommentieren