Letztes Update am So, 27.11.2016 21:08

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Ski alpin: Weltcup-Comeback im Osten der USA als Riesen-Erfolg



Killington (Vermont) (APA) - Die lange Abwesenheit des Skirennsports sowie die Begeisterung um Publikumsliebling Mikaela Shiffrin haben dafür gesorgt, dass die ersten Weltcuprennen seit 25 Jahren an der Ostküste der USA ein Riesenerfolg war. Fast 30.000 Fans stürmten am Thanksgiving-Wochenende Killington und sorgten damit für einen Rekordwert bei US-Rennen. OK-Chef Herwig Demschar fasste es kurz so zusammen: „Ziel erreicht!“

Wochenlang hatten die Organisatoren mit enormem Geld-, Personal- und Materialaufwand wie 140 Schneekanonen und 16 Millionen Liter Wasser um die ersten Rennen seit fast 40 Jahren in Vermont gekämpft. Während die Nordamerika-Herrenrennen von Beaver Creek und Lake Louise in den weit höheren Rocky Mountains wegen Schneemangels abgesagt werden mussten, widerstand das im Osten nahe des Atlantiks liegende Killington am Ende auch dem wechselhaften und viel zu warmen Herbstwetter in Neuengland.

Zumindest 16.000 (Samstag) und 10.000 (Sonntag) Fans kamen laut ersten Zählungen, um die beiden Damen-Technikrennen auf der „Superstar“-Piste zu sehen. Vermutlich waren es sogar mehr. „Das sind konservative Schätzungen. In Summe haben wir sicherlich an den 30.000 gekratzt“, bestätigte auch Demschar.

Als „Belohnung“ gab es am Ende auch noch den erhofften Slalom-Heimsieg von Shiffrin. „Wir wollten zeigen, wie groß die Begeisterung für das Skifahren im Osten der USA ist“, sagte der Österreicher Demschar. „Das Schönste war aber, dass so viele Athleten gekommen sind und gemeint haben, dass man unbedingt wieder hierherkommen muss“, ergänzte der seit über 20 Jahren in den USA lebende und arbeitende Steirer.

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Dem schloss sich auch ÖSV-Rennläuferin Bernadette Schild an. „Es ist echt cool, hier in Amerika vor so vielen gut informierten Menschen zu fahren. Wenn man sich die Menschenmassen hier anschaut, sollte so etwas fix in den Kalender“, plädierte die Salzburgerin für eine Wiederholung. Schild ist Amerika-Fan. In Squaw Valley, das diesen Winter ebenfalls ein Comeback gibt, war sie oft auf Urlaub.

Ihre Teamkollegin Michaela Kirchgasser ergänzte: „Klar fährt man in Amerika lieber bei so etwas als vor 500 Leuten, die das eh nicht interessiert.“

Dem Argument konnte sich auch Sarah Lewis nicht entziehen. Auch die FIS-Generalsekretärin war von Stimmung und Organisation des ersten Weltcuprennens seit fast 40 Jahren in Vermont angetan.

„Die Veranstalter haben gearbeitet wie die Wilden, die Begeisterung bei den Rennen war überall zu spüren“, lobte Lewis. Dazu komme noch die Nähe zu den vielen Millionen-Metropolen. „Das spricht sicherlich für Diskussionen, hier weitere Rennen zu haben.“




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