Letztes Update am Mo, 28.11.2016 14:07

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europas Leitbörsen zu Mittag weiter im Minus



Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte sind am Montag im Verlauf in der Verlustzone geblieben, haben ihr Minus jedoch ein wenig eingegrenzt. Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 verlor 0,68 Prozent auf 3.027,75 Punkte.

Der DAX in Frankfurt notierte gegen 13.30 Uhr mit 10.599,95 Punkten und 0,93 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London fiel um 43,72 Zähler oder 0,64 Prozent und steht nun bei 6.797,03 Stellen.

Die Nervosität unter den Anlegern sei vor dem Verfassungsreferendum in Italien recht hoch, sagte Marktanalyst Neil Wilson von ETX Capital. Das Verfassungsreferendum in Italien lastet vor allem auf dem Bankensektor. Ministerpräsident Matteo Renzi hatte wiederholt seinen Rücktritt ins Spiel gebracht, sollte das Referendum am 4. Dezember scheitern. Die daraus resultierende politische Unsicherheit könnte die Sanierung der italienischen Banken erschweren, fürchten Anleger.

Allen voran betrifft dies die Banca Monte dei Paschi di Siena, die aktuell zum dritten Mal in den vergangenen drei Jahren eine Kapitalerhöhung durchführt. Ihr Aktienkurs fiel heute am frühen Nachmittag um 6,20 Prozent. Die beiden schwächsten Werte aus dem Euro-Stoxx-50 waren ebenfalls Bankenpapiere. Deutsche Bank (minus 2,05 Prozent) und Intesa Sanpaolo (minus 2,13 Prozent) rangierten am unteren Ende des Leitindex für die Eurozone.

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Die Aktien der Banco Santander gaben um 0,82 Prozent nach. Die spanische Großbank versucht einem Bericht zufolge wegen der Brexit-Unsicherheiten um die Aufspaltung ihres britischen Geschäfts herumzukommen.

Spürbar auf dem europäischen Öl- und Gassektor lasteten wiederum Zweifel am Willen der Opec-Mitglieder, ihre bereits beschlossenen Förderkürzungen tatsächlich umzusetzen. So gaben Total-Titel um 0,63 Prozent nach, Eni sackten um 1,25 Prozent ab und die beiden Shell-Notierungen in London fielen um 0,93 bzw. 1,55 Prozent.

In London stachen die Aktien von Polymetal mit plus 2,62 Prozent positiv heraus und auch andere Bergbauaktien wie Fresnillo (plus 2,11 Prozent), Glencore (plus 1,09 Prozent), oder Randgold (plus 1,66 Prozent) legten zu. Sie profitierten von deutlich gestiegenen Metallpreisen.

Weiter gut entwickelten sich Iberdrola (plus 0,44 Prozent), E.ON (plus 0,65 Prozent) und Fresenius. Die Aktien von Fresenius wurden von einer Regulationsaufweichung in den USA unterstützt. Das Produkt Veltassa einer US-Tochter von Fresenius wurde durch die Food and Drug Administration (FDA) von einem Warnhinweis auf der Verpackung entbunden.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA283 2016-11-28/14:05




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