Letztes Update am Di, 29.11.2016 10:25

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europas Leitbörsen zur Eröffnung ohne klare Richtung



Frankfurt am Main (APA) - Die Leitbörsen in Europa haben sich am Dienstagvormittag weiterhin gehemmt vom bevorstehenden Referendum in Italien präsentiert. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 10.00 Uhr mit plus 0,34 Prozent oder 10,21 Punkte bei 3.027,01 Einheiten.

Der DAX in Frankfurt stieg 0,03 Prozent oder 3,27 Zähler auf 10.585,94 Punkte. In London zeigte sich der FTSE-100 mit minus 0,31 Prozent oder 20,92 Einheiten auf 6.778,55 Punkte.

Die Aktienmärkte präsentierten sich dabei nach den Verlusten zum Wochenstart in enger Bandbreite und ohne klare Richtung. Vor allem das italienische Verfassungsreferendum dürfte weiterhin das bestimmende Thema bleiben. Am Sonntag stimmen die Italiener dabei über eine Verfassungsänderung ab. Sollten sie die Reform ablehnen, wird eine politische Krise in dem hoch verschuldeten Euro-Land befürchtet. Ministerpräsident Matteo Renzi hat bei einem Nein-Votum seinen Rücktritt angekündigt. Börsianer befürchten, dass ein Sturz der Renzi-Regierung die Sanierung der krisengeplagten italienischen Banken erschwert

„Bis zum Wochenende werden wir keine wesentliche Neuigkeiten aus Italien erhalten. Daher wüsste ich nicht, was den europäischen Märkten bis dahin eine klare Richtung verleihen sollte. Es herrscht ein gewisse Angst, die wohl auch auf den Euro durchschlagen und ihn abwärts ziehen wird“, erwartet ein Analyst von Societe Generale.

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Einem aktuellen Bericht der italienischen Tageszeitung „Corriere della Sera“ zufolge könnte Italiens Premier Renzi auch zurücktreten, falls das Referendum zu seinen Gunsten ausgeht. Dann könnte er sich als Premierminister wiederernennen lassen und hätte mehr Zustimmung als bei der momentanen Regierungsmannschaft. Bis zu den Wahlen könnte er dann mehr Verfassungsreformen durchführen, hieß es.

Immerhin präsentierte sich die Mailänder Börse am Vormittag mit einem kleinen Plus von 0,36 Prozent. Nachdem der Bankensektor des Landes geplagt von der politischen Ungewissheit zum Wochenbeginn neuerlich Verluste erlitten hatte, stabilisierte sich auch hier die Lage: Intesa Sanpaolo legten mit 1,38 Prozent am stärksten im Euro-Stoxx-50 zu, UniCredit stiegen an der Mailänder Börse um 1,65 Prozent und Mediobanca um 2,33 Prozent.

Carrefour verteuerten sich um 0,64 Prozent. Die Supermarktkette will einem Zeitungsbericht zufolge im Frühjahr seine milliardenschwere Gewerbeimmobilientochter an der Börse zu Geld machen. Der Einkaufszentren-Betreiber Carmila könnte bei dem zwischen April und Juni geplanten Börsengang mit bis zu 4,5 Mrd. Euro bewertete werden, berichtete die Zeitung „Les Echos“ am Dienstag unter Berufung auf Insider.

ThyssenKrupp und Tata Steel könnten Insidern zufolge für eine Fusion der Stahlgeschäfte die Produktion in einem britischen Werk von Tata einschränken. Eine Person aus dem Umfeld des Vorstands von Thyssenkrupp sagte der Nachrichtenagentur Reuters, dass das größte britische Stahlwerk Port Talbot im Fall eines Zusammenschlusses wohl etwas heruntergefahren werde. ThyssenKrupp verbilligten sich infolge um 0,67 Prozent.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA137 2016-11-29/10:12




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