Letztes Update am Di, 29.11.2016 11:05

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Mordanschlag auf Sprecher von Burundis Präsident - Leicht verletzt



Bujumbura (APA/AFP/dpa) - In Burundi ist Präsidentensprecher Willy Nyamitwe nur knapp einem Mordanschlag entgangen. Wie hochrangige Vertreter des Präsidialamtes am Dienstag mitteilten, wurden bei dem Anschlag am Vorabend in einem westlichen Viertel der Hauptstadt Bujumbura Schusswaffen und Granaten eingesetzt. Ein Leibwächter Nyamitwes wurde den Angaben zufolge getötet, der Präsidentensprecher wurde am Arm verletzt.

Nyamitwe teilte am Dienstag über Twitter mit, dass es ihm gut gehe und dass er den Tod des Leibwächters bedaure. Ein weiterer Leibwächter wurde verletzt, wie aus Regierungskreisen verlautete.

Die Polizei bestätigte den Zwischenfall. Nyamitwes Bruder, Außenminister Alain Aime Nyamitwe, dankte Gott über den Kurznachrichtendienst Twitter dafür, dass sein Bruder „einen weiteren Anschlag“ überlebt habe.

Wer hinter dem Anschlag steckte, blieb zunächst unklar. Das ostafrikanische Burundi befindet sich in einer politischen Krise, seit Präsident Pierre Nkurunziza versuchte, sich entgegen einer verfassungsrechtlichen Beschränkung eine dritte Amtszeit zu sichern. Er wurde im Juli 2015 wiedergewählt. Seither gab es auch mehrere gezielte Tötungen von Politikern der Regierungspartei.

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.

Burundi gehört einem UNO-Index zufolge zu den ärmsten Ländern der Welt. Infolge der politischen Krise flohen rund 300.000 Menschen aus Angst vor weiterer Gewalt in Nachbarländer.




Kommentieren