Letztes Update am Mi, 30.11.2016 08:56

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europas Leitbörsen zur Eröffnung behauptet erwartet



Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Europas Börsen dürften am Mittwoch kaum verändert in den Handel starten. Das Treffen des Ölkartells OPEC in Wien, zahlreiche US-Konjunkturdaten sowie das bevorstehende italienische Verfassungsreferendum dürften die Anleger vorsichtig agieren lassen.

Der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex DAX signalisierte einen fast unveränderten Start bei 10.622 Punkten. Auch der Euro-Stoxx-50 als Kursbarometer für die Eurozone wurde nahezu unverändert erwartet.

Die Anleger warten unter anderem auf das heutige Treffen der Ölminister der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC). Dabei geht es um eine Verständigung der Mitglieder, wie die bereits im Grundsatz beschlossene Einigung über eine mögliche Produktionskürzung umgesetzt werden kann. Ziel ist es, das auf die Preise drückende Überangebot an Rohöl in den Griff zu bekommen.

Zudem sorgt das am Wochenende anstehende Referendum in Italien für eine defensive Grundhaltung der Investoren. Eine neue Eurokrise könnte bevorstehen, da Regierungschef Matteo Renzi für den Fall einer Niederlage seinen Rücktritt angekündigt hat. Tags zuvor hatte sich allerdings die Hoffnung durchgesetzt, dass - ähnlich wie bei Brexit und US-Wahlausgang - die Auswirkungen auf die Aktienmärkte nur von begrenzter Dauer sein könnten.

Besonders im Fokus stehen wegen der Mitte Dezember anstehenden Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed am Nachmittag auch wieder US-Wirtschaftsdaten. Darunter befinden sich die Beschäftigungszahlen des Dienstleisters ADP aus dem US-Privatsektor, die als Indikator für den offiziellen monatlichen Arbeitsmarktbericht am Freitag gelten.

„Nach den überraschend guten Daten aus den USA am gestrigen Handelstag mit dem starken Anstieg des Konsumentenvertrauens des Conference Boards wäre es schon sehr erstaunlich, wenn die Fed die Leitzinsen im Dezember nicht anheben würde“, kommentierte Analyst Dirk Gojny von der National-Bank in Essen. „Selbst ein US-Arbeitsmarktbericht, der etwas schwächer ausfällt, dürfte daran nichts ändern.“

~ ISIN EU0009658145 ~ APA061 2016-11-30/08:54




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