Letztes Update am Mi, 30.11.2016 10:29

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Referendum in Italien: Die letzten Etappen vor dem Urnengang



Rom (APA) - Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi steht vor der größten Herausforderung seiner fast dreijährigen Amtszeit. Falls die Italiener am Sonntag mit „Nein“ stimmen, hat der Regierungschef seinen Rücktritt in Aussicht gestellt. Hier die letzten Etappen bis zum entscheidenden Referendum am Sonntag:

Auslandsitaliener: Am Donnerstag läuft die Frist für die Briefwahl der Auslandsitaliener ab. Ihre Stimmen könnten sich für das Referendumsergebnis als entscheidend erweisen. Vier Millionen Auslandsitaliener sind wahlberechtigt. Aufgrund der Erfahrungen der vergangenen Jahre wird geschätzt, dass sich circa 1,5 Millionen Auslandsitaliener am Referendum beteiligen werden.

Ende des Wahlkampfs: Am Freitag geht eine der längsten Wahlkampagnen zu Ende, die Italien in der jüngsten Geschichte erlebt hat. De facto hat der Wahlkampf schon im Frühjahr begonnen. Premier Matteo Renzi wird den Wahlkampf in seiner Heimatstadt Florenz beenden. Der Gründer der populistischen Protestbewegung „Fünf Sterne“, Beppe Grillo, der für das „Nein“ zur Reform buhlt, plant seinen letzten Wahlkampfauftritt in Turin. Der Chef der rechtskonservativen Forza Italia, Silvio Berlusconi, hat einen letzten Wahlmarathon im Fernsehen angekündigt.

Wahllokale: Die Wahllokale sind von 7 bis 23 Uhr geöffnet. Gewählt wird an einem einzigen Tag. Da es sich um ein Referendum zur Absegnung einer vom Parlament gebilligten Verfassungsreform handelt, ist anders als bei anderen Volksbefragungen in Italien kein Quorum notwendig.

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Wahlergebnisse: Mit Wahlergebnissen wird in der Nacht auf Montag gerechnet. Erwartet wird eine relativ niedrigen Wahlbeteiligung. Trotz des monatelangen und sehr scharfen Wahlkampfs gilt der Inhalt des Referendums über die Änderung breiter Teile der Verfassung als sehr technisch und könnte viele Wähler von den Urnen fernhalten.




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