Letztes Update am Mi, 30.11.2016 12:50

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


FH-Campus in St. Pölten wird bis 2020 erweitert



St. Pölten (APA) - Die Fachhochschule St. Pölten wird aufgrund der steigenden Zahl an Studierenden bis 2020 durch einen Zubau erweitert. Investiert werden 30 Millionen Euro, sagte Bürgermeister Matthias Stadler (SPÖ) bei einem Pressegespräch am Mittwoch. Am Campus wird sich eine neue Privatuniversität mit fünf Studiengängen in Psychotherapie und Humanwissenschaften ansiedeln.

Im Süden des bestehenden FH-Gebäudes wird ab Sommer 2018 ein Zubau mit u.a. Seminar- und Laborräumen und einem Lerncafé errichtet. Dadurch wird die Bruttogeschoßfläche um rund 12.000 Quadratmeter auf dann 30.000 Quadratmeter erweitert. Der Zubau soll auf allen Ebenen mit dem bestehenden Gebäude verbunden sein und mit Beginn des Sommersemesters 2020 bezugsfertig sein. Die Zahl der Parkplätze soll von derzeit 225 - u.a. durch eine zweite Ebene - um 105 erhöht werden.

Das bestehende FH-Gebäude wurde im Sommer 2007 bezogen, seitdem habe sich die Zahl der Studierenden von 1.300 auf 2.650 mehr als verdoppelt, erklärte FH-Geschäftsführer Gernot Kohl. In den vergangenen Jahren habe die FH zusätzliche Studiengänge genehmigt bekommen. „Das Wachstum geht in Richtung 3.000 Studierende.“ Die Zahl der Beschäftigten soll auf mehr als 1.000 steigen. Derzeit verzeichnet die FH 300 hauptberufliche Mitarbeiter und 650 nebenberufliche Lektoren.

Mit der Erweiterung werde die Voraussetzung für die weitere Entwicklung der FH geschaffen. Das Gebäude platze derzeit „aus allen Nähten“, so der Geschäftsführer, deshalb habe man zusätzliche Räume in der Umgebung angemietet. In einem Wettbewerb wurde das Architekturbüro NMPB Architekten ZT GmbH Wien ausgewählt, das bereits das bestehende Gebäude geplant hat.

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Die Infrastruktur und die Serviceeinrichtungen am Campus der FH nutzen wird auch eine neue Privatuniversität im Eigentum der Stadt St. Pölten und des Vereins ÖAGG (Österreichischer Arbeitskreis für Gruppentherapie und Gruppendynamik) mit bis zu 400 Studierenden. Die ersten Studiengänge sollen im Wintersemester 2018/19 starten, vorbehaltlich der Akkreditierung durch die Agentur für Qualitätssicherung und Akkreditierung Austria (AQ Austria), hieß es am Mittwoch.

Die niederösterreichische Landeshauptstadt werde „der erste Standort mit Psychotherapie als Studium“, sagte Maria-Anna Pleischl vom Verein ÖAGG. Die Kosten für Studierende bezifferte sie mit 5.000 Euro pro Semester. Geplant sind drei Bachelor- und zwei Masterstudien mit je 30 Plätzen pro Jahrgang: in Psychotherapie (Bachelor in Psychosoziale Intervention und Master in Psychotherapie) und in Humanwissenschaften (Bachelor in Angewandte Humanwissenschaften und in Society-Art-Technology und Master in Multimediale Kunsttherapie).

Die Privatuniversität (Eigentümer sollen je zur Hälfte der Verein ÖAGG und die Stadt St. Pölten sein) wird eine Schwestergesellschaft der Fachhochschule St. Pölten GmbH sein. Übergeordnet wird eine Hochschulen St. Pölten Holding GmbH gegründet, die wie die Fachhochschule St. Pölten GmbH im 100-Prozent-Eigentum der Stadt stehen soll. Die Beschlüsse dazu sollen in der nächsten Gemeinderatssitzung am 13. Dezember gefasst werden, kündigte Bürgermeister Stadler an.




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