Letztes Update am Do, 01.12.2016 10:45

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Ob OPEC-Förderkürzung eingehalten wird, zeigt sich erst ab Februar



Wien (APA) - Ob die am Mittwoch von den OPEC-Ölministern bei ihrem Treffen in Wien fixierte Drosselung der Ölförderung des Kartells um 1,2 Mio. Fass auf 32,5 Mio. Barrel pro Tag wirklich umgesetzt wird, dürfte sich erst ab Februar, März zeigen, meint RBI-Ölexperte Hannes Loacker. „Die Historie hat gezeigt, dass hier der Wille nicht immer sehr groß ist, dass es teilweise immer sehr halbherzig gemacht wird.“

Dass Russland mitmachen wolle bei der Produktionskürzung, sei „sehr ‚bullish‘ für das Sentiment“, denn eine Beteiligung von Nicht-OPEC-Staaten sei so im Vorfeld nicht vermutet worden. „Die Gretchenfrage dann wird aber sein, ob hier Russland - und auch die OPEC-Staaten selbst - diese beschlossenen Förderkürzungen auch wirklich umsetzen“, sagte Loacker heute, Donnerstag, im Ö1-“Morgenjournal“.

Fraglich ist für den Experten, ob die OPEC den ab Anfang 2017 zunächst nur für ein halbes Jahr geltenden Beschluss danach verlängern wird. Denn wenn sich bis dahin schon die Lager etwas abgebaut haben, könne es durchaus sein, dass die OPEC wieder zur alten Marktstrategie wechsle und versuche, die Marktanteile auszubauen. Loacker: „Am realistischsten ist wahrscheinlich, dass der Deal noch einmal um sechs Monate verlängert wird, und dann könnte der Kampf um Marktanteile wieder beginnen.“




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